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	<title type="text">Die neusten Zeitungsberichte</title>
	<subtitle type="text">Die Perle Bernerhöhe soll eine bleiben. Deshalb will Erwin Hammer eine Inertstoff-Deponie verhindern. Es ist ein Kampf, der gar nicht so aussichtslos ist.</subtitle>
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	<updated>2026-06-07T12:49:25+00:00</updated>
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		<name>perle-bernerhoehe.ch</name>
		<email>info@perle-bernerhoehe.ch</email>
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		<title>Buosingen: Asbestalarm sorgt für Anzeige bei der Gemeinde Arth</title>
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		<published>2026-02-28T10:00:53+00:00</published>
		<updated>2026-02-28T10:00:53+00:00</updated>
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			<name>Administrator</name>
			<email>anderenbenutzer@gmail.com</email>
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		<summary type="html">&lt;h1&gt;Buosingen: Asbestalarm sorgt für Anzeige bei der Gemeinde Arth&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;&lt;br /&gt;Neuer Gegenwind für das geplante Bundesasylzentrum in Goldau: Naturschützer Erwin Hammer fordert ein öffentliches Baubewilligungsverfahren und zeigt die Arther Behörde an.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://perle-bernerhoehe.ch/images/camping1.webp&quot; alt=&quot;camping1&quot; style=&quot;width: 100%; height: auto;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure data-wf-figure=&quot;1&quot;&gt;Die meisten Campingbenutzer haben den Platz bereits verlassen. Zurück bleibt Material, das teilweise nicht ordnungsgemäss entsorgt wurde.&amp;nbsp;&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nicht nur die Schwyzer SVP, auch die Naturschützer künden nun grossen Widerstand gegen das geplante Bundesasylzentrum Buosingen in&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://www.bote.ch/schlagwort/goldau/&quot;&gt;Goldau&lt;/a&gt;&amp;nbsp;an. Der Naturschützer Erwin Hammer will die «Verschandelung» dieser Umgebung stoppen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Widerstand kommt kurz bevor das Staatssekretariat für Migration&amp;nbsp;– respektive das für die Bauplanung verantwortliche Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL)&amp;nbsp;– das Projekt vorstellen will. Bereits Anfang März soll es nämlich so weit sein, dass das für 170 Personen konzipierte Bundesasylzentrum der Öffentlichkeit präsentiert wird. Ab 2030 sollen die neuen Räumlichkeiten dann in Betrieb genommen werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Asbestmaterial auf Gelände des künftigen Asylzentrums&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;etzt kommt neuer und heftiger Gegenwind auf. Erwin Hammer, der in der unmittelbaren Umgebung auf der Bernerhöhe wohnt, hat während eines Rundgangs auf dem bereits fast leer stehenden Campingplatz einen Haufen Material festgestellt, das neben dem Chlausenbach gelagert wird. «Ich bin überzeugt, dass sich auf diesem Gelände sehr viel asbesthaltiges Material findet, das nicht sachgerecht entsorgt wird», erklärte er am Freitag in der «NZZ».&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tatsächlich enthalten Eternitplatten und Bodenbeläge, die in den letzten Monaten in grossen Mengen auf dem Campingplatz herausgerissen wurden, Asbest. Dass damit nicht zu spassen ist, schreibt auch das Bundesamt für Gesundheit (BAG). Dieses fordert deshalb für jegliche Bearbeitung dieser asbesthaltigen, krebserregenden Bauprodukte&amp;nbsp;– selbst wenn es sich nur um kleine Reparaturen und Unterhaltsarbeiten handelt&amp;nbsp;– Schutzmassnahmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://perle-bernerhoehe.ch/images/camping2.webp&quot; alt=&quot;camping2&quot; style=&quot;width: 100%; heigth: auto;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&amp;nbsp;
&lt;figure data-wf-figure=&quot;1&quot;&gt;Einzelne Materialien weisen auch Asbest auf, das Krebs erregen kann und deshalb ganz vorsichtig und mit Schutzmassnahmen beseitigt werden muss.&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hammer ging einen Schritt weiter und hat wegen der Asbestrückstände bei der Gemeinde&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://www.bote.ch/ort/arth/&quot;&gt;Arth&lt;/a&gt;&amp;nbsp;nun eine Aufsichtsanzeige eingereicht. Er verlangt die Einleitung eines öffentlichen Baubewilligungsverfahrens, um sicherzustellen, dass die Sonderabfälle erfasst werden und ein Entsorgungskonzept erstellt wird, wie die «NZZ» weiter schreibt. Hammer sagt: «Dieser Ort darf nicht zu einem Schandfleck werden.»&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Gemeinde Arth weist Problem zurück&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;«Im Zuge der Kündigungen wurden die Mieter aufgefordert, sämtliche auf den jeweiligen Mietflächen befindlichen Bauten, Anlagen und persönlichen Einrichtungen zu entfernen», entgegnete Erich Vokinger, Abteilungsleiter Bau-Planung der Gemeinde Arth, im «NZZ»-Artikel. Die Gemeinde Arth sehe deshalb kein Problem. 2025 habe man, so Vokinger, festgestellt, dass verschiedene Camper ihre Flächen nicht ordnungsgemäss leer geräumt hätten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;div style=&quot;padding: 40px; background-color: #f2f2f2;&quot;&gt;
&lt;h2&gt;Hammer grenzt sich vom SVP-Widerstand ab&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bisher kam der Widerstand gegen das Bundesasylzentrum in Goldau von rechts. Die SVP hat bekanntlich eine Volksinitiative eingereicht, die vom Kantonsrat im letzten Jahr angenommen wurde. Das Volksbegehren verlangt, dass sich die Regierung gegen Asylzentren wehrt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von der SVP-Haltung distanziert sich Erwin Hammer in der «NZZ». «Wenn Not am Mann ist, würde ich auch Asylbewerber in meinem Haus unterbringen», wird er zitiert. Hammer geht es um den Naturschutz und den Erhalt der einmaligen Landschaft. Er ist entsprechend entsetzt über das Vorhaben des Bundes und hat dies auch schriftlich gegenüber dem Bund kundgetan.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hammers Widerstandskraft ist bekannt. Er hat sich bekanntlich vehement dagegen gewehrt, dass im Gebiet Bernerhöhe/Buosingen eine Deponie für Aushubmaterial entsteht. Er setzte sich gegen den Kanton Schwyz und die Gemeinde Arth durch. 2021 kam das endgültige Aus für die Deponie, nachdem der Bund das Gebiet national als schutzwürdig eingestuft hatte. Naturschützer wie SVP rücken deshalb in ihrer Argumentation gegen das künftige Bundesasylzentrum auch die Schutzwürdigkeit dieses Gebietes immer wieder in den Vordergrund.&amp;nbsp;&lt;em&gt;(adm)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gegenüber dem BBL habe man ausdrücklich darauf hingewiesen, «dass sämtliche Rückbau- und Entsorgungsarbeiten gemäss den geltenden gesetzlichen Vorschriften erfolgen müssen». Vokinger beruhigt: Die Eternitplatten seien lediglich auf dem Areal deponiert. «Das möglicherweise asbesthaltige Material wird ja nicht zerschlagen oder zerschnitten.» Erst bei solchen Arbeitsschritten könnte Asbest freigesetzt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Quelle:&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.bote.ch/&quot;&gt;Bote der Urschweiz&lt;/a&gt;,&lt;br /&gt;Jürg Auf der Maur, 28.02.2026&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</summary>
		<content type="html">&lt;h1&gt;Buosingen: Asbestalarm sorgt für Anzeige bei der Gemeinde Arth&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;&lt;br /&gt;Neuer Gegenwind für das geplante Bundesasylzentrum in Goldau: Naturschützer Erwin Hammer fordert ein öffentliches Baubewilligungsverfahren und zeigt die Arther Behörde an.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://perle-bernerhoehe.ch/images/camping1.webp&quot; alt=&quot;camping1&quot; style=&quot;width: 100%; height: auto;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure data-wf-figure=&quot;1&quot;&gt;Die meisten Campingbenutzer haben den Platz bereits verlassen. Zurück bleibt Material, das teilweise nicht ordnungsgemäss entsorgt wurde.&amp;nbsp;&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nicht nur die Schwyzer SVP, auch die Naturschützer künden nun grossen Widerstand gegen das geplante Bundesasylzentrum Buosingen in&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://www.bote.ch/schlagwort/goldau/&quot;&gt;Goldau&lt;/a&gt;&amp;nbsp;an. Der Naturschützer Erwin Hammer will die «Verschandelung» dieser Umgebung stoppen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Widerstand kommt kurz bevor das Staatssekretariat für Migration&amp;nbsp;– respektive das für die Bauplanung verantwortliche Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL)&amp;nbsp;– das Projekt vorstellen will. Bereits Anfang März soll es nämlich so weit sein, dass das für 170 Personen konzipierte Bundesasylzentrum der Öffentlichkeit präsentiert wird. Ab 2030 sollen die neuen Räumlichkeiten dann in Betrieb genommen werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Asbestmaterial auf Gelände des künftigen Asylzentrums&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;etzt kommt neuer und heftiger Gegenwind auf. Erwin Hammer, der in der unmittelbaren Umgebung auf der Bernerhöhe wohnt, hat während eines Rundgangs auf dem bereits fast leer stehenden Campingplatz einen Haufen Material festgestellt, das neben dem Chlausenbach gelagert wird. «Ich bin überzeugt, dass sich auf diesem Gelände sehr viel asbesthaltiges Material findet, das nicht sachgerecht entsorgt wird», erklärte er am Freitag in der «NZZ».&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tatsächlich enthalten Eternitplatten und Bodenbeläge, die in den letzten Monaten in grossen Mengen auf dem Campingplatz herausgerissen wurden, Asbest. Dass damit nicht zu spassen ist, schreibt auch das Bundesamt für Gesundheit (BAG). Dieses fordert deshalb für jegliche Bearbeitung dieser asbesthaltigen, krebserregenden Bauprodukte&amp;nbsp;– selbst wenn es sich nur um kleine Reparaturen und Unterhaltsarbeiten handelt&amp;nbsp;– Schutzmassnahmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://perle-bernerhoehe.ch/images/camping2.webp&quot; alt=&quot;camping2&quot; style=&quot;width: 100%; heigth: auto;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&amp;nbsp;
&lt;figure data-wf-figure=&quot;1&quot;&gt;Einzelne Materialien weisen auch Asbest auf, das Krebs erregen kann und deshalb ganz vorsichtig und mit Schutzmassnahmen beseitigt werden muss.&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hammer ging einen Schritt weiter und hat wegen der Asbestrückstände bei der Gemeinde&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://www.bote.ch/ort/arth/&quot;&gt;Arth&lt;/a&gt;&amp;nbsp;nun eine Aufsichtsanzeige eingereicht. Er verlangt die Einleitung eines öffentlichen Baubewilligungsverfahrens, um sicherzustellen, dass die Sonderabfälle erfasst werden und ein Entsorgungskonzept erstellt wird, wie die «NZZ» weiter schreibt. Hammer sagt: «Dieser Ort darf nicht zu einem Schandfleck werden.»&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Gemeinde Arth weist Problem zurück&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;«Im Zuge der Kündigungen wurden die Mieter aufgefordert, sämtliche auf den jeweiligen Mietflächen befindlichen Bauten, Anlagen und persönlichen Einrichtungen zu entfernen», entgegnete Erich Vokinger, Abteilungsleiter Bau-Planung der Gemeinde Arth, im «NZZ»-Artikel. Die Gemeinde Arth sehe deshalb kein Problem. 2025 habe man, so Vokinger, festgestellt, dass verschiedene Camper ihre Flächen nicht ordnungsgemäss leer geräumt hätten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
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&lt;h2&gt;Hammer grenzt sich vom SVP-Widerstand ab&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bisher kam der Widerstand gegen das Bundesasylzentrum in Goldau von rechts. Die SVP hat bekanntlich eine Volksinitiative eingereicht, die vom Kantonsrat im letzten Jahr angenommen wurde. Das Volksbegehren verlangt, dass sich die Regierung gegen Asylzentren wehrt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von der SVP-Haltung distanziert sich Erwin Hammer in der «NZZ». «Wenn Not am Mann ist, würde ich auch Asylbewerber in meinem Haus unterbringen», wird er zitiert. Hammer geht es um den Naturschutz und den Erhalt der einmaligen Landschaft. Er ist entsprechend entsetzt über das Vorhaben des Bundes und hat dies auch schriftlich gegenüber dem Bund kundgetan.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hammers Widerstandskraft ist bekannt. Er hat sich bekanntlich vehement dagegen gewehrt, dass im Gebiet Bernerhöhe/Buosingen eine Deponie für Aushubmaterial entsteht. Er setzte sich gegen den Kanton Schwyz und die Gemeinde Arth durch. 2021 kam das endgültige Aus für die Deponie, nachdem der Bund das Gebiet national als schutzwürdig eingestuft hatte. Naturschützer wie SVP rücken deshalb in ihrer Argumentation gegen das künftige Bundesasylzentrum auch die Schutzwürdigkeit dieses Gebietes immer wieder in den Vordergrund.&amp;nbsp;&lt;em&gt;(adm)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gegenüber dem BBL habe man ausdrücklich darauf hingewiesen, «dass sämtliche Rückbau- und Entsorgungsarbeiten gemäss den geltenden gesetzlichen Vorschriften erfolgen müssen». Vokinger beruhigt: Die Eternitplatten seien lediglich auf dem Areal deponiert. «Das möglicherweise asbesthaltige Material wird ja nicht zerschlagen oder zerschnitten.» Erst bei solchen Arbeitsschritten könnte Asbest freigesetzt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Quelle:&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.bote.ch/&quot;&gt;Bote der Urschweiz&lt;/a&gt;,&lt;br /&gt;Jürg Auf der Maur, 28.02.2026&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</content>
		<category term="News" />
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		<title>Asbest auf Gelände von geplantem Bundesasylzentrum entdeckt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://perle-bernerhoehe.ch/index.php/news/asbest-auf-gelaende"/>
		<published>2026-02-27T06:50:26+00:00</published>
		<updated>2026-02-27T06:50:26+00:00</updated>
		<id>https://perle-bernerhoehe.ch/index.php/news/asbest-auf-gelaende</id>
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			<name>Administrator</name>
			<email>anderenbenutzer@gmail.com</email>
		</author>
		<summary type="html">&lt;h1&gt;Asbest auf Gelände von geplantem Bundesasylzentrum entdeckt&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Das umstrittene Asylzentrum Buosingen im Kanton Schwyz befindet sich in einer schützenswerten Landschaft. Der Naturschützer Erwin Hammer will die «Verschandelung» dieser Umgebung stoppen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der ehemalige Campingplatz Buosingen am Lauerzersee im Kanton Schwyz macht einen trostlosen Eindruck. Auf dem Areal, auf dem der Bund in vier Jahren 170 abgewiesene Asylbewerber unterbringen möchte, leben noch einige Dauercamper. Die meisten Bewohner sind bereits weg. Viele von ihnen kümmern sich nicht darum, was sie hinterlassen. So liegen einige Wohnwagen auf der Seite, einige der ehemals bewohnten Häuschen verfallen, und überall türmt sich der Abfall.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erwin Hammer wohnt ganz in der Nähe dieses Geländes. Während eines Rundgangs auf dem Campingplatz deutet er auf einen Haufen Material, das neben dem Chlausenbach gelagert wird. «Ich bin überzeugt, dass sich auf diesem Gelände sehr viel asbesthaltiges Material befindet, das nicht sachgerecht entsorgt wird», sagt er und schüttelt den Kopf. Hammer weiss, wovon er spricht. Der 74-jährige gelernte Schmied und Schlosser revidierte viele Jahre lang Filteranlagen von Grossbetrieben und arbeitete wegen der Immissionen mit einer Schutzmaske.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Gefährliche Asbestfasern&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tatsächlich enthalten Eternitplatten, mit denen die Camper in Buosingen ihre fest installierten Wohnwagen und Häuschen deckten, Asbest. Dasselbe gilt für Bodenbeläge, die in den letzten Monaten in grossen Mengen auf dem Campingplatz herausgerissen wurden. «Bereits geringe Konzentrationen von Asbeststaub in der Luft können die Entstehung von Krebserkrankungen der Lunge fördern», mahnt das Bundesamt für Gesundheit (BAG). Weiter hält das BAG fest: «Jegliche Bearbeitung asbesthaltiger Bauprodukte, auch kleine Reparaturen und Unterhaltsarbeiten, erfordert Schutzmassnahmen.»&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://perle-bernerhoehe.ch/images/asbest.webp&quot; alt=&quot;asbest&quot; style=&quot;width: 100%; height: auto;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure data-wf-figure=&quot;1&quot;&gt;Herumliegende Reste von ehemaligen Hütten prägen das Gelände, auf dem das Asylzentrum entstehen soll.&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;Brisant: Das gefährliche Material lagert auf einem Areal, das seit dem 1.&amp;nbsp;Januar dem Bund gehört. Das Staatssekretariat für Migration plant hier ein Bundesasylzentrum (BAZ) für 170 abgewiesene Asylbewerber. Die Verantwortung für den Neubau trägt das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL), das einen Studienauftrag für die neu zu erstellenden Gebäude ausgeschrieben hat. Es hat allen Mietern gekündigt. Die letzten Bewohner müssen den Campingplatz bis zum 30.&amp;nbsp;Juni 2026 verlassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Campingplatz wird zu Bundesasylzentrum&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erwin Hammer ist entsetzt über solche Pläne in einer landschaftlich einzigartigen Umgebung, die als «Intensiverholungszone Camping» klassifiziert ist. Hier zu bauen, ist generell heikel, entsteht doch das Asylzentrum in einer Landschaft, die durch die riesigen Steinblöcke des Goldauer Bergsturzes von 1806 geprägt ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;«Dieser Ort darf nicht zu einem Schandfleck werden», betont Hammer. Er hat wegen der Asbestrückstände bei der Gemeinde Arth eine Aufsichtsanzeige eingereicht und verlangt die Einleitung eines öffentlichen Baubewilligungsverfahrens. So will er sicherstellen, dass die Sonderabfälle vor dem Abbruch erfasst werden und ein Entsorgungskonzept erstellt wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Gemeinde sieht in den jetzigen Zuständen kein Problem. «Im Zuge der Kündigungen wurden die Mieter aufgefordert, sämtliche auf den jeweiligen Mietflächen befindlichen Bauten, Anlagen und persönlichen Einrichtungen eigenständig zu entfernen», sagt Erich Vokinger, der Abteilungsleiter Bau-Planung der Gemeinde Arth. 2025 habe man festgestellt, dass verschiedene Camper ihre Flächen nicht ordnungsgemäss leer geräumt hätten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Laut Vokinger hat man dem BBL daraufhin auf ein entsprechendes Gesuch hin die Bewilligung für die Wegräumung beziehungsweise den Abbruch der vereinzelt zurückgelassenen Wohnwagen erteilt. «Dabei wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sämtliche Rückbau- und Entsorgungsarbeiten gemäss den geltenden gesetzlichen Vorschriften erfolgen müssen», sagt der Gemeindevertreter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Er kann nachvollziehen, dass die zurückgelassenen Materialien nur sporadisch entsorgt werden. «Wir haben keine Bedenken.» Die Eternitplatten, die jahrelang über den Wohnwagen und Hütten gelegen haben, seien lediglich auf dem Areal deponiert. «Das möglicherweise asbesthaltige Material wird ja nicht zerschlagen oder zerschnitten.» Das wären Arbeitsschritte, bei denen Asbest freigesetzt werden könnte. Auf Anfrage der NZZ teilt das BBL mit, es werde die Eternitplatten nach den gültigen Umweltbestimmungen entsorgen lassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Deponie erfolgreich bekämpft&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Kampf gegen die Asbestgefahr ist nur die erste Etappe von Hammers Widerstand. «Hier darf kein riesiges Gebäude für Asylbewerber entstehen, das diese Landschaft zerstört», bekräftigt er. Sein Protest richtet sich allerdings nicht gegen die Asylbewerber. Der Naturschützer schafft rund um sein Haus&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://archive.is/o/3rk6x/https://perle-bernerhoehe.ch/&quot;&gt;neue Lebensräume für Zauneidechsen und Schwalbenschwanz-Schmetterlinge&lt;/a&gt;. Mit der «anderen Opposition», wie er sie mit Blick auf die SVP nennt, will er nichts zu tun haben. «Wenn Not am Mann ist, würde ich auch Asylbewerber in meinem Haus unterbringen», sagt Hammer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://archive.is/o/3rk6x/https://www.nzz.ch/remigration-statt-fluechtlingsunterkunft-bundesasylzentrum-laesst-die-wogen-hoch-gehen-ld.1826005&quot;&gt;An vorderster Front gegen das Asylzentrum kämpft die SVP Schwyz mit ihrem nationalen Parteipräsidenten Marcel Dettling.&lt;/a&gt;&amp;nbsp;Die SVP hat eine kantonale Volksinitiative gegen das Projekt eingereicht, die im Oktober 2025 vom Kantonsparlament angenommen wurde. Das Volksbegehren verlangt von der Kantonsregierung, sich mit allen Mitteln gegen das Asylzentrum zu wehren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://perle-bernerhoehe.ch/images/asbest2webp.webp&quot; alt=&quot;asbest2webp&quot; style=&quot;width: 100%; height: auto;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure data-wf-figure=&quot;1&quot;&gt;Viele der Hütten, die bald abgerissen werden, sind mit Eternitplatten gedeckt.&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Schwyzer Behörden werden sich hüten, Hammer zu unterschätzen. Bereits einmal hat der heute 74-Jährige ein Grossprojekt in der Nähe des Asylzentrums praktisch im Alleingang verhindert. Kurz nachdem er 2006 in sein Haus eingezogen war, erfuhr er, dass in der unmittelbaren Umgebung eine Deponie für Aushubmaterial geplant war. Der Kanton Schwyz und die Gemeinde Arth unterstützten dieses Projekt. «Schon damals konnte ich nicht schweigen und habe allen Mut zusammengenommen und gekämpft», erinnert sich Hammer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Bauernsohn, der, wie er sagt, von seinen Eltern mit einem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit ausgestattet wurde, ergriff bei Gemeindeversammlungen das Wort, sammelte Unterschriften und legte überall Einspruch ein. «Dadurch habe ich mir nicht nur Freunde geschaffen und bin bei den Behörden als Querkopf verschrien», sagt er. 2021 kam das endgültige Aus für die Deponie, nachdem der Bund das Gebiet als national schutzwürdig eingestuft hatte und eingeschritten war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;«Wie damals bei der Deponie läuft auch jetzt sehr vieles falsch. Der Bund diktiert von oben, wo das Zentrum zu stehen kommt, und der Kanton setzt diese Zwängerei um, ohne genau hinzuschauen», kritisiert er. «Doch ich habe gemerkt, dass man als einzelner Bürger nicht ohnmächtig ist, wenn man es wagt, gegen die Mächtigen anzukämpfen.»&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;«Die Natur bleibt Sieger»&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bereits bevor er das Asbest auf dem Campingplatz entdeckte, hatte Hammer Einspruch eingelegt, da sich das Gelände des künftigen BAZ in einer Gefahrenzone befindet. Er verweist auf die Gefahrenkarte des Kantons Schwyz, auf der für einen Teil des Geländes eine erhebliche Gefährdung durch den Chlausenbach verzeichnet ist. Auf dem Rest der Parzelle besteht eine mittlere Gefährdung. Auch am vom SEM durchgeführten Mitwirkungsverfahren zum Sachplan Asyl hat Hammer teilgenommen. In seiner Eingabe äussert er Bedenken hinsichtlich des Naturschutzes und merkt an, dass mögliche Alternativstandorte nur ungenügend geprüft worden seien.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Demnächst wird feststehen, wie das künftige Bundesasylzentrum aussehen wird. «Im Rahmen des Studienauftrags konnte durch das Beurteilungsgremium ein Siegerprojekt erkürt werden», sagt Regi Mathis-Deplazes vom BBL. Voraussichtlich Anfang März wird die Öffentlichkeit informiert. Laut BBL wurde mit dem nun abgeschlossenen Studienauftrag eine ortsverträgliche Projektlösung ermittelt, «die sich durch hohe architektonische, ortsbauliche und landschaftsgestalterische Qualitäten auszeichnet und den spezifischen Anforderungen an Nutzung und Betrieb sowie der Nachhaltigkeit und dem Landschaftsschutz gerecht wird».&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für Erwin Hammer steht jedoch fest, dass ein Bundesasylzentrum am geplanten Ort auf keinen Fall naturschonend umgesetzt werden kann. Er ist davon überzeugt, dass sein Widerstand die Pläne zu Fall bringen wird. Dies bringt er mit einem Plakat zum Ausdruck, das er an seinem Haus angebracht hat. Darauf steht: «Die Natur bleibt Sieger.»&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Zuerst erschienen in der NNZ am 27.02.2026.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://archive.is/o/3rk6x/https://www.nzz.ch/impressum/erich-aschwanden-ld.686278&quot;&gt;Erich Aschwanden&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</summary>
		<content type="html">&lt;h1&gt;Asbest auf Gelände von geplantem Bundesasylzentrum entdeckt&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size: 14pt;&quot;&gt;Das umstrittene Asylzentrum Buosingen im Kanton Schwyz befindet sich in einer schützenswerten Landschaft. Der Naturschützer Erwin Hammer will die «Verschandelung» dieser Umgebung stoppen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der ehemalige Campingplatz Buosingen am Lauerzersee im Kanton Schwyz macht einen trostlosen Eindruck. Auf dem Areal, auf dem der Bund in vier Jahren 170 abgewiesene Asylbewerber unterbringen möchte, leben noch einige Dauercamper. Die meisten Bewohner sind bereits weg. Viele von ihnen kümmern sich nicht darum, was sie hinterlassen. So liegen einige Wohnwagen auf der Seite, einige der ehemals bewohnten Häuschen verfallen, und überall türmt sich der Abfall.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erwin Hammer wohnt ganz in der Nähe dieses Geländes. Während eines Rundgangs auf dem Campingplatz deutet er auf einen Haufen Material, das neben dem Chlausenbach gelagert wird. «Ich bin überzeugt, dass sich auf diesem Gelände sehr viel asbesthaltiges Material befindet, das nicht sachgerecht entsorgt wird», sagt er und schüttelt den Kopf. Hammer weiss, wovon er spricht. Der 74-jährige gelernte Schmied und Schlosser revidierte viele Jahre lang Filteranlagen von Grossbetrieben und arbeitete wegen der Immissionen mit einer Schutzmaske.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Gefährliche Asbestfasern&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tatsächlich enthalten Eternitplatten, mit denen die Camper in Buosingen ihre fest installierten Wohnwagen und Häuschen deckten, Asbest. Dasselbe gilt für Bodenbeläge, die in den letzten Monaten in grossen Mengen auf dem Campingplatz herausgerissen wurden. «Bereits geringe Konzentrationen von Asbeststaub in der Luft können die Entstehung von Krebserkrankungen der Lunge fördern», mahnt das Bundesamt für Gesundheit (BAG). Weiter hält das BAG fest: «Jegliche Bearbeitung asbesthaltiger Bauprodukte, auch kleine Reparaturen und Unterhaltsarbeiten, erfordert Schutzmassnahmen.»&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://perle-bernerhoehe.ch/images/asbest.webp&quot; alt=&quot;asbest&quot; style=&quot;width: 100%; height: auto;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure data-wf-figure=&quot;1&quot;&gt;Herumliegende Reste von ehemaligen Hütten prägen das Gelände, auf dem das Asylzentrum entstehen soll.&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;Brisant: Das gefährliche Material lagert auf einem Areal, das seit dem 1.&amp;nbsp;Januar dem Bund gehört. Das Staatssekretariat für Migration plant hier ein Bundesasylzentrum (BAZ) für 170 abgewiesene Asylbewerber. Die Verantwortung für den Neubau trägt das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL), das einen Studienauftrag für die neu zu erstellenden Gebäude ausgeschrieben hat. Es hat allen Mietern gekündigt. Die letzten Bewohner müssen den Campingplatz bis zum 30.&amp;nbsp;Juni 2026 verlassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Campingplatz wird zu Bundesasylzentrum&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erwin Hammer ist entsetzt über solche Pläne in einer landschaftlich einzigartigen Umgebung, die als «Intensiverholungszone Camping» klassifiziert ist. Hier zu bauen, ist generell heikel, entsteht doch das Asylzentrum in einer Landschaft, die durch die riesigen Steinblöcke des Goldauer Bergsturzes von 1806 geprägt ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;«Dieser Ort darf nicht zu einem Schandfleck werden», betont Hammer. Er hat wegen der Asbestrückstände bei der Gemeinde Arth eine Aufsichtsanzeige eingereicht und verlangt die Einleitung eines öffentlichen Baubewilligungsverfahrens. So will er sicherstellen, dass die Sonderabfälle vor dem Abbruch erfasst werden und ein Entsorgungskonzept erstellt wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Gemeinde sieht in den jetzigen Zuständen kein Problem. «Im Zuge der Kündigungen wurden die Mieter aufgefordert, sämtliche auf den jeweiligen Mietflächen befindlichen Bauten, Anlagen und persönlichen Einrichtungen eigenständig zu entfernen», sagt Erich Vokinger, der Abteilungsleiter Bau-Planung der Gemeinde Arth. 2025 habe man festgestellt, dass verschiedene Camper ihre Flächen nicht ordnungsgemäss leer geräumt hätten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Laut Vokinger hat man dem BBL daraufhin auf ein entsprechendes Gesuch hin die Bewilligung für die Wegräumung beziehungsweise den Abbruch der vereinzelt zurückgelassenen Wohnwagen erteilt. «Dabei wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sämtliche Rückbau- und Entsorgungsarbeiten gemäss den geltenden gesetzlichen Vorschriften erfolgen müssen», sagt der Gemeindevertreter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Er kann nachvollziehen, dass die zurückgelassenen Materialien nur sporadisch entsorgt werden. «Wir haben keine Bedenken.» Die Eternitplatten, die jahrelang über den Wohnwagen und Hütten gelegen haben, seien lediglich auf dem Areal deponiert. «Das möglicherweise asbesthaltige Material wird ja nicht zerschlagen oder zerschnitten.» Das wären Arbeitsschritte, bei denen Asbest freigesetzt werden könnte. Auf Anfrage der NZZ teilt das BBL mit, es werde die Eternitplatten nach den gültigen Umweltbestimmungen entsorgen lassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Deponie erfolgreich bekämpft&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Kampf gegen die Asbestgefahr ist nur die erste Etappe von Hammers Widerstand. «Hier darf kein riesiges Gebäude für Asylbewerber entstehen, das diese Landschaft zerstört», bekräftigt er. Sein Protest richtet sich allerdings nicht gegen die Asylbewerber. Der Naturschützer schafft rund um sein Haus&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://archive.is/o/3rk6x/https://perle-bernerhoehe.ch/&quot;&gt;neue Lebensräume für Zauneidechsen und Schwalbenschwanz-Schmetterlinge&lt;/a&gt;. Mit der «anderen Opposition», wie er sie mit Blick auf die SVP nennt, will er nichts zu tun haben. «Wenn Not am Mann ist, würde ich auch Asylbewerber in meinem Haus unterbringen», sagt Hammer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://archive.is/o/3rk6x/https://www.nzz.ch/remigration-statt-fluechtlingsunterkunft-bundesasylzentrum-laesst-die-wogen-hoch-gehen-ld.1826005&quot;&gt;An vorderster Front gegen das Asylzentrum kämpft die SVP Schwyz mit ihrem nationalen Parteipräsidenten Marcel Dettling.&lt;/a&gt;&amp;nbsp;Die SVP hat eine kantonale Volksinitiative gegen das Projekt eingereicht, die im Oktober 2025 vom Kantonsparlament angenommen wurde. Das Volksbegehren verlangt von der Kantonsregierung, sich mit allen Mitteln gegen das Asylzentrum zu wehren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://perle-bernerhoehe.ch/images/asbest2webp.webp&quot; alt=&quot;asbest2webp&quot; style=&quot;width: 100%; height: auto;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure data-wf-figure=&quot;1&quot;&gt;Viele der Hütten, die bald abgerissen werden, sind mit Eternitplatten gedeckt.&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Schwyzer Behörden werden sich hüten, Hammer zu unterschätzen. Bereits einmal hat der heute 74-Jährige ein Grossprojekt in der Nähe des Asylzentrums praktisch im Alleingang verhindert. Kurz nachdem er 2006 in sein Haus eingezogen war, erfuhr er, dass in der unmittelbaren Umgebung eine Deponie für Aushubmaterial geplant war. Der Kanton Schwyz und die Gemeinde Arth unterstützten dieses Projekt. «Schon damals konnte ich nicht schweigen und habe allen Mut zusammengenommen und gekämpft», erinnert sich Hammer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Bauernsohn, der, wie er sagt, von seinen Eltern mit einem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit ausgestattet wurde, ergriff bei Gemeindeversammlungen das Wort, sammelte Unterschriften und legte überall Einspruch ein. «Dadurch habe ich mir nicht nur Freunde geschaffen und bin bei den Behörden als Querkopf verschrien», sagt er. 2021 kam das endgültige Aus für die Deponie, nachdem der Bund das Gebiet als national schutzwürdig eingestuft hatte und eingeschritten war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;«Wie damals bei der Deponie läuft auch jetzt sehr vieles falsch. Der Bund diktiert von oben, wo das Zentrum zu stehen kommt, und der Kanton setzt diese Zwängerei um, ohne genau hinzuschauen», kritisiert er. «Doch ich habe gemerkt, dass man als einzelner Bürger nicht ohnmächtig ist, wenn man es wagt, gegen die Mächtigen anzukämpfen.»&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;«Die Natur bleibt Sieger»&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bereits bevor er das Asbest auf dem Campingplatz entdeckte, hatte Hammer Einspruch eingelegt, da sich das Gelände des künftigen BAZ in einer Gefahrenzone befindet. Er verweist auf die Gefahrenkarte des Kantons Schwyz, auf der für einen Teil des Geländes eine erhebliche Gefährdung durch den Chlausenbach verzeichnet ist. Auf dem Rest der Parzelle besteht eine mittlere Gefährdung. Auch am vom SEM durchgeführten Mitwirkungsverfahren zum Sachplan Asyl hat Hammer teilgenommen. In seiner Eingabe äussert er Bedenken hinsichtlich des Naturschutzes und merkt an, dass mögliche Alternativstandorte nur ungenügend geprüft worden seien.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Demnächst wird feststehen, wie das künftige Bundesasylzentrum aussehen wird. «Im Rahmen des Studienauftrags konnte durch das Beurteilungsgremium ein Siegerprojekt erkürt werden», sagt Regi Mathis-Deplazes vom BBL. Voraussichtlich Anfang März wird die Öffentlichkeit informiert. Laut BBL wurde mit dem nun abgeschlossenen Studienauftrag eine ortsverträgliche Projektlösung ermittelt, «die sich durch hohe architektonische, ortsbauliche und landschaftsgestalterische Qualitäten auszeichnet und den spezifischen Anforderungen an Nutzung und Betrieb sowie der Nachhaltigkeit und dem Landschaftsschutz gerecht wird».&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für Erwin Hammer steht jedoch fest, dass ein Bundesasylzentrum am geplanten Ort auf keinen Fall naturschonend umgesetzt werden kann. Er ist davon überzeugt, dass sein Widerstand die Pläne zu Fall bringen wird. Dies bringt er mit einem Plakat zum Ausdruck, das er an seinem Haus angebracht hat. Darauf steht: «Die Natur bleibt Sieger.»&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Zuerst erschienen in der NNZ am 27.02.2026.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://archive.is/o/3rk6x/https://www.nzz.ch/impressum/erich-aschwanden-ld.686278&quot;&gt;Erich Aschwanden&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</content>
		<category term="News" />
	</entry>
	<entry>
		<title>Erneutes Nein zur Deponie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://perle-bernerhoehe.ch/index.php/news/erneutes-nein-zur-deponie"/>
		<published>2020-04-21T04:39:19+00:00</published>
		<updated>2020-04-21T04:39:19+00:00</updated>
		<id>https://perle-bernerhoehe.ch/index.php/news/erneutes-nein-zur-deponie</id>
		<author>
			<name>Administrator</name>
			<email>anderenbenutzer@gmail.com</email>
		</author>
		<summary type="html">&lt;h1&gt;Erneutes Nein zur Deponie&lt;/h1&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;https://perle-bernerhoehe.ch/images/bernerhoehe.jpg&quot; alt=&quot;Geländemulde Bernerhöhe&quot; style=&quot;width: 100%; height: auto;&quot; /&gt;&lt;small&gt;Die Geländemulde unterhalb der Bernerhöhe.Bild: Jürg Auf der Maur&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission lehnt auch ein abgespecktes Projekt für eine Deponie im Gebiet unterhalb der Bernerhöhe Richtung Lauerz ab.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Der Goldauer Bauernsohn Erwin Hammer strahlt: «Seit 14 Jahren kämpfe ich dafür, dass das schöne Gebiet unterhalb der Bernerhöhe Richtung Lauerz nicht zum Standort einer Deponie wird.» Jetzt ist er seinem Ziel einen weiteren grossen Schritt näher gekommen.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) hat sich in einem Gutachten erneut und deutlich gegen ein Deponievorhaben ausgesprochen. Dieses Mal ging es um die Beurteilung einer «abgespeckten» Version. Bereits 2014 kam die ENHK zum Schluss, dass das damals durch die Firma Schelbert AG, Muotathal, vorgelegte Projekt eine «schwerwiegende Beeinträchtigung» sei.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die betroffene Geländemulde gehört als Objekt im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler (BLN) zu den schützenswerten Landschaften und umfasst als Ausläufer und Zeuge des Goldauer Bergsturzes neben Gehölz und Felsblöcken etwa auch ein kleinflächiges Moor.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;hr&gt;
&lt;h3&gt;Schelbert AG hält an Deponieplänen auf der Bernerhöhe fest &lt;/h3&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Gehören damit die Deponiepläne auf der Bernerhöhe der Vergangenheit an? Erwin Hammer hofft das nicht zuletzt für die 2500 Personen, die vor Jahren eine von ihm lancierte Petition unterschrieben haben. «Mir geht es um die einmalig schöne Landschaft und die Natur als Ganzes», so Hammer. Er sei eigentlich schon nach dem Nein von 2014 davon ausgegangen, dass der Kampf nun vorbei sei. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hammers Kampf ist aber wohl weiterhin nicht ausgestanden. «Unsere Absicht ist nach wie vor, die Deponie in reduziertem Ausmass zu realisieren», erklärt Georges Schelbert sen. auf Anfrage des «Boten der Urschweiz». Immerhin liege eine rechtskräftige Zone für Materialgewinnung und Ablagerung vor, welche die Arther Stimmbürger genehmigt hätten und der Regierungsrat in Kraft gesetzt habe. Das ENHK-Gutachten sei eine Stellungnahme, die in der Umsetzung des Projektes so weit wie möglich berücksichtigt werde. «Unseres Erachtens sind nun die Behörden gefordert, aufzuzeigen, wie dieser Rechtserlass – nämlich das Recht auf Errichtung und Betrieb einer Deponie – umgesetzt werden kann.» (adm)
&lt;hr&gt;&lt;br /&gt;
&lt;h3&gt;ENHK-Gutachten lehnt auch reduziertes Projekt ab&lt;/h3&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Nach dem Nein 2014 durch die ENHK legte die Schelbert AG 2019 ein reduziertes Projekt vor. Das Deponievolumen wurde von rund 280000 Kubikmetern auf 134000 verkleinert. Der Abbauperimeter wurde so reduziert, dass die bestehende Geländemulde zwar verkleinert, aber nicht mehr vollständig überschüttet worden wäre. Die maximale Schutthöhe wäre noch auf 12 und nicht mehr auf 25 Meter zu stehen gekommen. Die grossen Steinblöcke wären vollständig erhalten geblieben, die kleineren wären entnommen, zwischengelagert und anschliessend wieder platziert worden.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Kommission bleibt aber bei ihrem Nein: «Sie stellt fest, dass das Projekt auch mit einem reduzierten Volumen weiterhin zu einer markanten Veränderung der ursprünglichen Topografie und zu Zerstörung von grossen Teilen des Felssturzreliefs führt», heisst es im Gutachten.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Auch wenn die grössten Blöcke an ihrem Standort erhalten werden, so die von Präsidentin Heidi Z’graggen unterschriebene Expertise, «würden sie doch ihre authentische Zeugenfunktion des Bergsturzereignisses verlieren». Die kleineren Felsblöcke würden zudem durch die geplante temporäre Entfernung und Wiedereinsetzung an einem neuen Standort ihre natürliche Einbettung verlieren.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Insgesamt kommt die Kommission zum Schluss, «dass auch das reduzierte Projekt einer Deponie für unverschmutzten Aushub am Standort Buosigen-Bernerhöchi zu einer schweren Beeinträchtigung im Hinblick auf die Schutzziele des BLN-Objektes führt», so die Urner CVP-Ständerätin.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
Jürg Auf der Maur,&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.bote.ch/&quot;&gt;Bote der Urschweiz&lt;/a&gt;, 21. April 2020</summary>
		<content type="html">&lt;h1&gt;Erneutes Nein zur Deponie&lt;/h1&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;https://perle-bernerhoehe.ch/images/bernerhoehe.jpg&quot; alt=&quot;Geländemulde Bernerhöhe&quot; style=&quot;width: 100%; height: auto;&quot; /&gt;&lt;small&gt;Die Geländemulde unterhalb der Bernerhöhe.Bild: Jürg Auf der Maur&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission lehnt auch ein abgespecktes Projekt für eine Deponie im Gebiet unterhalb der Bernerhöhe Richtung Lauerz ab.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Der Goldauer Bauernsohn Erwin Hammer strahlt: «Seit 14 Jahren kämpfe ich dafür, dass das schöne Gebiet unterhalb der Bernerhöhe Richtung Lauerz nicht zum Standort einer Deponie wird.» Jetzt ist er seinem Ziel einen weiteren grossen Schritt näher gekommen.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) hat sich in einem Gutachten erneut und deutlich gegen ein Deponievorhaben ausgesprochen. Dieses Mal ging es um die Beurteilung einer «abgespeckten» Version. Bereits 2014 kam die ENHK zum Schluss, dass das damals durch die Firma Schelbert AG, Muotathal, vorgelegte Projekt eine «schwerwiegende Beeinträchtigung» sei.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die betroffene Geländemulde gehört als Objekt im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler (BLN) zu den schützenswerten Landschaften und umfasst als Ausläufer und Zeuge des Goldauer Bergsturzes neben Gehölz und Felsblöcken etwa auch ein kleinflächiges Moor.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;hr&gt;
&lt;h3&gt;Schelbert AG hält an Deponieplänen auf der Bernerhöhe fest &lt;/h3&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Gehören damit die Deponiepläne auf der Bernerhöhe der Vergangenheit an? Erwin Hammer hofft das nicht zuletzt für die 2500 Personen, die vor Jahren eine von ihm lancierte Petition unterschrieben haben. «Mir geht es um die einmalig schöne Landschaft und die Natur als Ganzes», so Hammer. Er sei eigentlich schon nach dem Nein von 2014 davon ausgegangen, dass der Kampf nun vorbei sei. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hammers Kampf ist aber wohl weiterhin nicht ausgestanden. «Unsere Absicht ist nach wie vor, die Deponie in reduziertem Ausmass zu realisieren», erklärt Georges Schelbert sen. auf Anfrage des «Boten der Urschweiz». Immerhin liege eine rechtskräftige Zone für Materialgewinnung und Ablagerung vor, welche die Arther Stimmbürger genehmigt hätten und der Regierungsrat in Kraft gesetzt habe. Das ENHK-Gutachten sei eine Stellungnahme, die in der Umsetzung des Projektes so weit wie möglich berücksichtigt werde. «Unseres Erachtens sind nun die Behörden gefordert, aufzuzeigen, wie dieser Rechtserlass – nämlich das Recht auf Errichtung und Betrieb einer Deponie – umgesetzt werden kann.» (adm)
&lt;hr&gt;&lt;br /&gt;
&lt;h3&gt;ENHK-Gutachten lehnt auch reduziertes Projekt ab&lt;/h3&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Nach dem Nein 2014 durch die ENHK legte die Schelbert AG 2019 ein reduziertes Projekt vor. Das Deponievolumen wurde von rund 280000 Kubikmetern auf 134000 verkleinert. Der Abbauperimeter wurde so reduziert, dass die bestehende Geländemulde zwar verkleinert, aber nicht mehr vollständig überschüttet worden wäre. Die maximale Schutthöhe wäre noch auf 12 und nicht mehr auf 25 Meter zu stehen gekommen. Die grossen Steinblöcke wären vollständig erhalten geblieben, die kleineren wären entnommen, zwischengelagert und anschliessend wieder platziert worden.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Kommission bleibt aber bei ihrem Nein: «Sie stellt fest, dass das Projekt auch mit einem reduzierten Volumen weiterhin zu einer markanten Veränderung der ursprünglichen Topografie und zu Zerstörung von grossen Teilen des Felssturzreliefs führt», heisst es im Gutachten.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Auch wenn die grössten Blöcke an ihrem Standort erhalten werden, so die von Präsidentin Heidi Z’graggen unterschriebene Expertise, «würden sie doch ihre authentische Zeugenfunktion des Bergsturzereignisses verlieren». Die kleineren Felsblöcke würden zudem durch die geplante temporäre Entfernung und Wiedereinsetzung an einem neuen Standort ihre natürliche Einbettung verlieren.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Insgesamt kommt die Kommission zum Schluss, «dass auch das reduzierte Projekt einer Deponie für unverschmutzten Aushub am Standort Buosigen-Bernerhöchi zu einer schweren Beeinträchtigung im Hinblick auf die Schutzziele des BLN-Objektes führt», so die Urner CVP-Ständerätin.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
Jürg Auf der Maur,&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.bote.ch/&quot;&gt;Bote der Urschweiz&lt;/a&gt;, 21. April 2020</content>
		<category term="News" />
	</entry>
	<entry>
		<title>In Goldau wachsen Bohnen am Kirschbaum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://perle-bernerhoehe.ch/index.php/news/in-goldau-wachsen-bohnen-am-kirschbaum"/>
		<published>2019-09-23T12:16:58+00:00</published>
		<updated>2019-09-23T12:16:58+00:00</updated>
		<id>https://perle-bernerhoehe.ch/index.php/news/in-goldau-wachsen-bohnen-am-kirschbaum</id>
		<author>
			<name>Administrator</name>
			<email>anderenbenutzer@gmail.com</email>
		</author>
		<summary type="html">&lt;h1&gt;In Goldau wachsen Bohnen am Kirschbaum&lt;/h1&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;https://perle-bernerhoehe.ch/images/Bohnen.jpg&quot; alt=&quot;Die geernteten Bohnen legt Erwin Hammer in den Kratten, in den früher die Früchte des Kirschbaums kamen. Bild: Lea Langenegger&quot; style=&quot;width: 100%; height: auto;&quot; /&gt;
&lt;small&gt;Die geernteten Bohnen legt Erwin Hammer in den Kratten, in den früher die Früchte des Kirschbaums kamen. Bild: Lea Langenegger&lt;/small&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;h3&gt;Erwin Hammer hat eine uralte Bohnensorte gepflanzt.&lt;/h3&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Erwin Hammer bewirtschaftet in seinem Zuhause auf der Bernerhöhe einen riesigen Garten. Neben Kürbissen, Gurken, Kohlrabi und Tomaten sind auch verschiedene Kräuter zu finden. Nun erfreut er sich an einer neuen Pflanze. Entlang des Stamms eines Kirschbaums wächst eine uralte Bohnenart. Erwin Hammer hat die Äste mehrheitlich abgesägt. Die Bohnen ranken sich den ganzen Baum empor und wachsen über die Baumkrone wieder in Richtung Boden.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Samen hat er von einem Freund bekommen. «Als er mir sagte, dass die Pflanze so hoch werde, habe ich gedacht, der erzählt mir Quatsch», sagt Hammer. Wie die Sorte heisst, weiss der 68-Jährige nicht. «Ich nenne sie einfach Bernerhöchi-Bohnen.»&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;h3&gt;«Die Natur ist mein Fernseher»&lt;/h3&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Den Korb, den Erwin Hammer ursprünglich brauchte, um die Kirschen zu pflücken, nutzt er nun für die Bohnen. Die wachsen wie verrückt. «Einige nehme ich selber, aber den Rest möchte ich verschenken.»&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Erwin Hammer tüftelt gerne und probiert in seinem Garten immer wieder Neues aus. Deshalb hat er auch die Bohnen gepflanzt. Gleichzeitig kann er so die Artenvielfalt fördern. Hammer freut sich, wenn er Tieren und Pflanzen in seinem Garten einen Platz geben kann. Die Natur soll leben, findet er. «Ich brauche auch gar keinen Fernseher. Die Natur ist mein Fernseher», schwärmt er. Sein nächstes Projekt ist die Förderung der Zauneidechsen.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Bote der Urschweiz&lt;br /&gt;
17. September 2019&lt;br /&gt;
LEA LANGENEGGER&lt;/p&gt;

</summary>
		<content type="html">&lt;h1&gt;In Goldau wachsen Bohnen am Kirschbaum&lt;/h1&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;https://perle-bernerhoehe.ch/images/Bohnen.jpg&quot; alt=&quot;Die geernteten Bohnen legt Erwin Hammer in den Kratten, in den früher die Früchte des Kirschbaums kamen. Bild: Lea Langenegger&quot; style=&quot;width: 100%; height: auto;&quot; /&gt;
&lt;small&gt;Die geernteten Bohnen legt Erwin Hammer in den Kratten, in den früher die Früchte des Kirschbaums kamen. Bild: Lea Langenegger&lt;/small&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;h3&gt;Erwin Hammer hat eine uralte Bohnensorte gepflanzt.&lt;/h3&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Erwin Hammer bewirtschaftet in seinem Zuhause auf der Bernerhöhe einen riesigen Garten. Neben Kürbissen, Gurken, Kohlrabi und Tomaten sind auch verschiedene Kräuter zu finden. Nun erfreut er sich an einer neuen Pflanze. Entlang des Stamms eines Kirschbaums wächst eine uralte Bohnenart. Erwin Hammer hat die Äste mehrheitlich abgesägt. Die Bohnen ranken sich den ganzen Baum empor und wachsen über die Baumkrone wieder in Richtung Boden.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Samen hat er von einem Freund bekommen. «Als er mir sagte, dass die Pflanze so hoch werde, habe ich gedacht, der erzählt mir Quatsch», sagt Hammer. Wie die Sorte heisst, weiss der 68-Jährige nicht. «Ich nenne sie einfach Bernerhöchi-Bohnen.»&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;h3&gt;«Die Natur ist mein Fernseher»&lt;/h3&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Den Korb, den Erwin Hammer ursprünglich brauchte, um die Kirschen zu pflücken, nutzt er nun für die Bohnen. Die wachsen wie verrückt. «Einige nehme ich selber, aber den Rest möchte ich verschenken.»&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Erwin Hammer tüftelt gerne und probiert in seinem Garten immer wieder Neues aus. Deshalb hat er auch die Bohnen gepflanzt. Gleichzeitig kann er so die Artenvielfalt fördern. Hammer freut sich, wenn er Tieren und Pflanzen in seinem Garten einen Platz geben kann. Die Natur soll leben, findet er. «Ich brauche auch gar keinen Fernseher. Die Natur ist mein Fernseher», schwärmt er. Sein nächstes Projekt ist die Förderung der Zauneidechsen.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Bote der Urschweiz&lt;br /&gt;
17. September 2019&lt;br /&gt;
LEA LANGENEGGER&lt;/p&gt;

</content>
		<category term="News" />
	</entry>
	<entry>
		<title>Wer beobachtet, wird vieles besser verstehen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://perle-bernerhoehe.ch/index.php/news/wer-beobachtet-wird-vieles-besser-verstehen"/>
		<published>2019-06-22T06:49:20+00:00</published>
		<updated>2019-06-22T06:49:20+00:00</updated>
		<id>https://perle-bernerhoehe.ch/index.php/news/wer-beobachtet-wird-vieles-besser-verstehen</id>
		<author>
			<name>Administrator</name>
			<email>anderenbenutzer@gmail.com</email>
		</author>
		<summary type="html">&lt;h1&gt;Wer beobachtet,wird vieles besser verstehen&lt;/h1&gt;
&lt;h3&gt;Gedanken von der Bernerhöhe&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Seit vielen Jahren ist das Haus ennet der Bernerhöhe das Zuhause von Erwin Hammer. Von dieser herrlichen Warte aus schweift sein Blick tagtäglich von den Rigihängen über den Urmiberg und die beiden Mythen bis hin zum Gnipen, von wo sich vor gut 200 Jahren der verheerende Bergsturz gelöst hat. Er verfolgt zwar weniger den Verkehr auf der Landstrasse, dafür viel eher das, was den Weg im rechten Winkel über die Strasse nimmt: das Wild! Durch diese landschaftliche Idylle verläuft nämlich für Reh, Fuchs, Wildschwein, Feldhase, Marder, Dachs und Rothirsch der Weg vom Schwyzer Becken auf die Rigiseite: der Wildtierkorridor.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;https://perle-bernerhoehe.ch/images/Nagelflueh_Rehbock.jpg&quot; alt=&quot;Rehbock und Nagelflue&quot; style=&quot;width:100%; height: auto; margin: 1em 0;&quot; /&gt;

&lt;h3&gt;Wildtierbrücke über die Autobahn&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Im Moment wird der durch die Autobahn Goldau-Steinen unterbrochene nationale Wildtierkorridor SZ 5 saniert. Dazu gehört der Bau einer Wildbrücke im Bereich der Röthen, die nächstens vom Bund (Astra) für 10 Millionen Franken in Angriff genommen wird; der Kanton seinerseits erstellt die erforderlichen Leitstrukturen. Beides, Brücke wie Leitstrukturen, wird in Zukunft den wandernden Säugetieren den sicheren Weg von den Muotathaler Bergen in die Rigiwälder weisen. Ein aufwendiges Projekt, das aber einem nachhaltigen Schutz der belebten Natur zugutekommen soll! Darauf darf sich die Tierwelt und dürfen auch wir uns freuen – wenn da nicht noch eine grosse Unbekannte lauern würde… Führt der Wildtierkorridor in eine Sackgasse?&lt;p&gt;
&lt;p&gt;Noch ist nämlich keineswegs sicher, dass die Wildtiere über den erneuerten Korridor nicht direkt in eine Deponie hineinlaufen! Das Gebiet an der Bernerhöhe ist nämlich in der kantonalen Richtplananpassung 2018 noch immer als möglicher Deponiestandort eingetragen – wenn auch vorerst nur als sogenanntes «Zwischenergebnis» – das heisst, dass noch keine sichere Zustimmung gegeben werden kann. Das Baureglement der Gemeinde Arth hält aber bereits fest, was alles auf diesem Deponiegelände erlaubt sein wird: Ablagerungen von Strassen und Hochbauten, von Tunnel- und Kavernenbauten, Brechen, Sortieren sowie Aufbereiten von solchen Materialien, Erstellung der dazu nötigen Bauten und Anlagen. Ja, da dürfen sich alle selber ein Bild machen. Die Campingbenützer werden sich wohl aus dem Staub machen.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;h3&gt;SchicksalderWildtiere?&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Und die Tiere? – Die sollen einen anderen Weg suchen! Die sichernden Trittsteine am Rande der Strasse, die Lebensraum- und Ruhestrukturen sind weg. Für das Wild wirds gefährlich. Zudem ist diese Geländekammer auch der Wohnraum von zahlreichen Kleintieren, Fröschen, Zauneidechsen, Igeln; verschiedenste Vogelarten sind hier zu beobachten, und in der Moorlandschaft liegt ein besonders schützenswertes Amphibien-Laichgebiet. Diesem anderen Teil der Tierwelt bleibt dann – im besten Fall – nur noch die Emigration. Wohin?&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die vor zehnJahrenvon ErwinHammer gestartete Rettungsaktion der Bernerhöhe ist also noch nicht abgeschlossen – ja, sie wird jetzt wieder brandaktuell. Damals unterzeichneten mehr als 2500 Naturfreunde und -freundinnen aus nah und fern seine Unterschriftenbogen.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Mit Unterstützung der Bevölkerung sollte das Gebiet jenseits der Bernerhöhe gegen Lauerz hin als einzigartige Naturlandschaft erhalten und vor einer Überschwemmung mit (vorerst!) 299 000 Kubikmeter Deponieabfall gerettet werden. Zwar konnten bisher nur Teilziele erreicht werden – zum Beispiel das Gutachten der Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission. Der Vertrauenserweis vom Jahr 2009 aber schenkt dem unermüdlichen Erwin Hammer heute noch Kraft, auch weiterhin für den Schutz der Perle Bernerhöhe (www.perle-bernerhoehe.ch) zu kämpfen. Und vielleicht darf diese Naturlandschaft wiederum breite Unterstützung erhalten. Was ennet der Bernerhöhe vor sich geht, ist bestimmt nicht gleichgültig!&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Indessen lässt sich unsere prächtige Landschaft, auchdas kleine Idyll auf der Bernerhöhe, noch weiterhin und vielleicht noch intensiver geniessen – im Bewusstsein, dass die Natur ein unverzichtbarer Teil unserer Lebenswelt blei-
ben muss.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
Walter Eigel, &lt;br /&gt;
Rigi-Post, 23. Mai 2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;</summary>
		<content type="html">&lt;h1&gt;Wer beobachtet,wird vieles besser verstehen&lt;/h1&gt;
&lt;h3&gt;Gedanken von der Bernerhöhe&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Seit vielen Jahren ist das Haus ennet der Bernerhöhe das Zuhause von Erwin Hammer. Von dieser herrlichen Warte aus schweift sein Blick tagtäglich von den Rigihängen über den Urmiberg und die beiden Mythen bis hin zum Gnipen, von wo sich vor gut 200 Jahren der verheerende Bergsturz gelöst hat. Er verfolgt zwar weniger den Verkehr auf der Landstrasse, dafür viel eher das, was den Weg im rechten Winkel über die Strasse nimmt: das Wild! Durch diese landschaftliche Idylle verläuft nämlich für Reh, Fuchs, Wildschwein, Feldhase, Marder, Dachs und Rothirsch der Weg vom Schwyzer Becken auf die Rigiseite: der Wildtierkorridor.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;https://perle-bernerhoehe.ch/images/Nagelflueh_Rehbock.jpg&quot; alt=&quot;Rehbock und Nagelflue&quot; style=&quot;width:100%; height: auto; margin: 1em 0;&quot; /&gt;

&lt;h3&gt;Wildtierbrücke über die Autobahn&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Im Moment wird der durch die Autobahn Goldau-Steinen unterbrochene nationale Wildtierkorridor SZ 5 saniert. Dazu gehört der Bau einer Wildbrücke im Bereich der Röthen, die nächstens vom Bund (Astra) für 10 Millionen Franken in Angriff genommen wird; der Kanton seinerseits erstellt die erforderlichen Leitstrukturen. Beides, Brücke wie Leitstrukturen, wird in Zukunft den wandernden Säugetieren den sicheren Weg von den Muotathaler Bergen in die Rigiwälder weisen. Ein aufwendiges Projekt, das aber einem nachhaltigen Schutz der belebten Natur zugutekommen soll! Darauf darf sich die Tierwelt und dürfen auch wir uns freuen – wenn da nicht noch eine grosse Unbekannte lauern würde… Führt der Wildtierkorridor in eine Sackgasse?&lt;p&gt;
&lt;p&gt;Noch ist nämlich keineswegs sicher, dass die Wildtiere über den erneuerten Korridor nicht direkt in eine Deponie hineinlaufen! Das Gebiet an der Bernerhöhe ist nämlich in der kantonalen Richtplananpassung 2018 noch immer als möglicher Deponiestandort eingetragen – wenn auch vorerst nur als sogenanntes «Zwischenergebnis» – das heisst, dass noch keine sichere Zustimmung gegeben werden kann. Das Baureglement der Gemeinde Arth hält aber bereits fest, was alles auf diesem Deponiegelände erlaubt sein wird: Ablagerungen von Strassen und Hochbauten, von Tunnel- und Kavernenbauten, Brechen, Sortieren sowie Aufbereiten von solchen Materialien, Erstellung der dazu nötigen Bauten und Anlagen. Ja, da dürfen sich alle selber ein Bild machen. Die Campingbenützer werden sich wohl aus dem Staub machen.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;h3&gt;SchicksalderWildtiere?&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Und die Tiere? – Die sollen einen anderen Weg suchen! Die sichernden Trittsteine am Rande der Strasse, die Lebensraum- und Ruhestrukturen sind weg. Für das Wild wirds gefährlich. Zudem ist diese Geländekammer auch der Wohnraum von zahlreichen Kleintieren, Fröschen, Zauneidechsen, Igeln; verschiedenste Vogelarten sind hier zu beobachten, und in der Moorlandschaft liegt ein besonders schützenswertes Amphibien-Laichgebiet. Diesem anderen Teil der Tierwelt bleibt dann – im besten Fall – nur noch die Emigration. Wohin?&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die vor zehnJahrenvon ErwinHammer gestartete Rettungsaktion der Bernerhöhe ist also noch nicht abgeschlossen – ja, sie wird jetzt wieder brandaktuell. Damals unterzeichneten mehr als 2500 Naturfreunde und -freundinnen aus nah und fern seine Unterschriftenbogen.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Mit Unterstützung der Bevölkerung sollte das Gebiet jenseits der Bernerhöhe gegen Lauerz hin als einzigartige Naturlandschaft erhalten und vor einer Überschwemmung mit (vorerst!) 299 000 Kubikmeter Deponieabfall gerettet werden. Zwar konnten bisher nur Teilziele erreicht werden – zum Beispiel das Gutachten der Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission. Der Vertrauenserweis vom Jahr 2009 aber schenkt dem unermüdlichen Erwin Hammer heute noch Kraft, auch weiterhin für den Schutz der Perle Bernerhöhe (www.perle-bernerhoehe.ch) zu kämpfen. Und vielleicht darf diese Naturlandschaft wiederum breite Unterstützung erhalten. Was ennet der Bernerhöhe vor sich geht, ist bestimmt nicht gleichgültig!&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Indessen lässt sich unsere prächtige Landschaft, auchdas kleine Idyll auf der Bernerhöhe, noch weiterhin und vielleicht noch intensiver geniessen – im Bewusstsein, dass die Natur ein unverzichtbarer Teil unserer Lebenswelt blei-
ben muss.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
Walter Eigel, &lt;br /&gt;
Rigi-Post, 23. Mai 2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;</content>
		<category term="News" />
	</entry>
	<entry>
		<title>Der Perlenretter</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://perle-bernerhoehe.ch/index.php/news/der-perlenretter"/>
		<published>2018-08-29T09:35:19+00:00</published>
		<updated>2018-08-29T09:35:19+00:00</updated>
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			<name>Administrator</name>
			<email>anderenbenutzer@gmail.com</email>
		</author>
		<summary type="html">&lt;div&gt;&lt;img src=&quot;https://perle-bernerhoehe.ch/images/erwin.jpg&quot; style=&quot;padding-right: 1em; padding-bottom: 1em; border: none; float: left;&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;
&lt;div style=&quot;float: left; max-width: 55%;&quot;&gt;Die Bernerhöhe im Kanton Schwyz ist ein kleines Stück Naturgeschichte. Dass sie heute noch vom Bergsturz vor 200 Jahren zeugt, ist Erwin Hammer zu verdanken. EIN PORTRÄT VON MATTHIAS GRÄUB (TEXT) UND ADRIAN BAER (BILDER).&lt;br&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
&amp;nbsp;&lt;br style=&quot;clear: both;&quot;&gt;
&amp;nbsp;
&lt;h1&gt;Der Perlenretter&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Erwin Hammer geht voran über die wilde Weide. Das Gras ist hoch, der Boden abschüssig und gespickt mit Steinen, die an den Felssturz von 1806 erinnern. «Da, Sommervögel.» Hammer zeigt auf einen wuchernden Blumenbüschel, um den zwei weisse Schmetterlinge gaukeln. Fast kindlich erscheint die Freude im Gesicht des 67-Jährigen beim Anblick seiner «Perle», der Bernerhöhe zwischen Goldau und dem Lauerzersee im Kanton Schwyz.&lt;/p&gt;
&amp;nbsp;
&lt;p&gt;Hammer zeigt nach unten, auf den kleinen, schilfbewachsenen Tümpel. «Alles weg», sagter immer wieder. All das wäre weg ohne ihn. Auf der Bernerhöhe war eine Deponie geplant, vor über zehn Jahren war das. Ohne seinen Einspruch, ohne seinen Kampf wäre die Landschaft heute so topfeben wie die Nachbarfelder, würde kein Klotz mehr hier herumliegen, um des Felssturzes zu gedenken, der damals die ganze Gegend verwüstet hatte. «Allesweg.» Hammer schüttelt den Kopf. «Da konnte ich nicht einfach zuschauen.»&lt;/p&gt;
&amp;nbsp;
&lt;h3&gt;Das Wäldchen war entscheidend&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Ganz oben steht ein Wäldchen. Eigentlicheher ein Baumgrüppchen, aber offiziell doch als Wald deklariert. Und dieser Wald war es, der die Bernerhöhe letztlich rettete. Im Bauvorhaben stand nämlich nichts von diesem Wald, der – «einfach weg» – gerodet worden wäre, um der Deponie Platz zu machen. Dagegen erhob Hammer Einspruch. Erst ganz allein, später sammelte er Geld und rund 2500 Unterschriften gegen das Bauvorhaben. Blieb hartnäckig. Viele Jahre lang. «Die dachten, der Hammer hört dann schon auf», sagter heute. Stolz, nicht bitter. Denn der Hammer, der hörte nicht auf. Verklagte den ganzen Gemeinderat, um Zeit zu gewinnen. Pochte auf sein Recht, dass der Wald nicht gerodet werden dürfe. Und bekam es. Es wird keine Deponie auf der Bernerhöhe geben. Im Wäldchen oben steht der grösste Felsblock, ein Zehn-Meter-Trumm. Darauf wächst Moos, Efeu, sogar ein Baum hat es geschafft, irgendwie seine Wurzeln auf ihm zu schlagen. Und auf den Riesenklotz ist – wie auch immer– ein zweiter, kleinerer Felsblock zu liegen gekommen, in einer zweihundertjährigen, aber fragilen Balance.&lt;/p&gt;
&amp;nbsp;
&lt;h3&gt;«Immer, wenn ich Gefühlsschwankungen habe, denke ich an das Rotkehlchen.»&lt;/h3&gt;
&amp;nbsp;
&lt;img src=&quot;https://perle-bernerhoehe.ch/images/tw1834_018_dp.jpg&quot; style=&quot;width: 100%; height: auto;&quot; alt=&quot;Beinahe winzig wirkt Erwin Hammer inmitten der Bernerhöhe, seiner «Perle», die er im Alleingang vor der Zerstörung rettete.&quot; align=&quot;left&quot; /&gt;
&amp;nbsp;
&lt;p&gt;Hier oben ist Hammers Lieblingsplatz. «Jetzt darf ich ernten», sagt er, und meint das im übertragenen Sinn: Jetzt kann er seine Perle geniessen. Hoch oben steht er, in Khakishorts und Karohemd, schaut durch das lichte Geäst nach oben, von wo die Sonne seinen dünnen, fast weissen Haarschopf durchsichtig färbt. Winzig wirkt er jetzt auf dem Trumm, und doch ist ihm anzusehen, dass er «erntet». &lt;/p&gt;
&amp;nbsp;
&lt;p&gt;Erwin Hammer trägt sein Herz auf der Zunge. Er redet viel, offenbart nach und nach, wie er es sich zu seiner Mission gemacht hat, die Bernerhöhe vor einer Verbauung zu bewahren. Wie er die Natur allmählich zu seiner Religion gemacht hat. Aufgewachsen ist er im Aargau, auf einem kleinen Bauernhof. «Mein Vater trug immer Sorge zu allem, pflegte den Hof und die Kühe gut.» Doch die paar Kühe und Hühner haben damals nicht ganz ausgereicht, um die Familie durchzubringen, der Vater musste zusätzlich arbeiten gehen. Hammers Bruder machte später die Landwirtschaftliche Schule, von ihm, dem Jüngsten, hiess es: «Der Erwin hat sowieso nicht gern Tiere.»&lt;/p&gt; 
&amp;nbsp;
&lt;p&gt;Hammer wurde Schlosser und Monteur, zog aber bald los und verbrachte zwei Jahre in Südafrika. Dort hat ihn die Apartheid tief getroffen, auf der Rückfahrt nordwärts querdurch den Kontinent hat es ihm die Natur angetan. «Wir haben Abende lang einfach nur gelauscht und kein Wort geredet», erinnert sich Hammer. Er erzählt von Dörfern im Sudan, von den Menschen dort und ihrem Leben. «Diese Einfachheit hat mich bis heute geprägt.» Nach seiner Rückkehr aus Afrika machte sich Hammer bald selbstständig – einzelne Aufträge als Handwerker nimmt er auch heute noch an, er lässt es aber ruhiger angehen. Zeit zum Ernten eben.&lt;/p&gt;
&amp;nbsp;
&lt;h3&gt;Ein kleiner Vogel als Prophet&lt;/h3&gt;
&amp;nbsp;
&lt;p&gt;Wer heute noch behauptete, Erwin Hammer möge keine Tiere, er würde ausgelacht. «Da,die Geisslein», zeigt er auf dem Rückweg vom Wäldchen. Ziegen grasen gerade auf der eingezäunten Weide. Er öffnet das Gatter und spaziert durch seinen Garten. Zucchetti und Gurken wuchern übers Hochbeet hinaus, das Gemüse gedeiht prächtig. Die Bernerhöhe ist Hammers Vorgarten.&lt;/p&gt; 
&amp;nbsp;
&lt;p&gt;Das Haus, das Hammer heute sein Eigen nennt, war lange das Objekt seiner Begierde. Nach der Trennung von seiner Ehefrau hauste er in einer winzigen Wohnung und fuhr jeden Tag an der Bernerhöhe vorbei. Schon da hatte es ihm die Perle angetan. Fünf Jahrelang hielt er es aus, dann kündigte er die Wohnung ins Blaue hinaus und schaute sich im Internet nach etwas Neuem um – prompt war das Haus zum Verkauf ausgeschrieben. Ergriff zu, obwohl er wusste, dass dort gebaut werden sollte. «Ursprünglich sollte die Deponie nur ganz unten entstehen», sagt er. Erst als er erfuhr, dass die ganze Wiese aufgeschüttet werden sollte, entschied er sich, dagegen vorzugehen.&lt;/p&gt; 
&amp;nbsp;
&lt;p&gt;Den Ausschlag, mit seinem Anliegen an die Öffentlichkeit zu gehen, gab ein Vogel. «Ein Rotkehlchen hat sich in meine Wohnung verflogen», erzählt Hammer. «Ich wollte es nehmen, da flog es mir direkt in die Hände.» Mit grossen Kulleraugen schaute der Vogel Hammer an, mit den Krallen scharrte er in seinen Handflächen. «Ich sehe das heute noch vor mir.» Er fragte sich damals: «Erwin, was will mir das sagen?» Die Antwort gab er sich selbst: «Hab Vertrauen.»&lt;/p&gt;
&amp;nbsp;
&lt;p&gt;So ging er raus, kämpfte mit allen Mitteln für seine Bernerhöhe. Für die Natur, seine neue Religion. Inzwischen ist Hammer Quasi-Vegetarier. Ausnahmen mache er schon, aber: «Fleisch essen stimmt für mich einfach nicht mehr. Ich will Sorge zu den Tieren haben.» Und noch heute denkt er oft an seinen Propheten, das Rotkehlchen. «Immer, wenn ich Gefühlsschwankungen habe, denke ich daran zurück.»&lt;/p&gt;
&amp;nbsp;
&lt;h3&gt;Die Gemeinde lässt sich Zeit&lt;/h3&gt;
&amp;nbsp;
&lt;p&gt;Hammer führt um das Haus herum. Eine Steintreppe führt zur Terrasse, ein Gartenschlauch wird von der eigenen Quelle gespiesen. Heute spuckt er nur, Wasser ist grad knapp. Ein Betonrohbau soll mal als Kleintierstall dienen. Im Moment päppelt er darin zwei Igel auf. «Die kommen von der Auffangstation», sagt er. «Noch ein paar Tage, dann lasse ich sie laufen.» Nebenan hat er wilden Fenchel für die Schwalbenschwänze gepflanzt, ein Strauch zieht schwarmweise Wildbienen an.&lt;/p&gt;
&amp;nbsp;
&lt;p&gt;Nur die Hausfassade trübt Hammers Naturidyll. Abgeblättert ist sie stellenweise, sogar nicht passend zum sonst so gepflegten Haus des Handwerkers. «Ich warte auf die Baubewilligung», sagt Hammer. «Die Gemeinde lässt sich natürlich jetzt Zeit.» Er sagt es ohne Ärger. Damit muss er nun wohl leben.&lt;/p&gt;
&amp;nbsp;
&lt;hr&gt;
&lt;p&gt;
Für das Interesse und den Bericht möchte ich mich ganz herzlich bei Matthias Gräub, Adrian Baer und der Tierwelt bedanken. &lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.tierwelt.ch/&quot;&gt;Die Tierwelt lässt sich im übrigen auch abonnieren.&lt;br /&gt;&lt;img src=&quot;https://perle-bernerhoehe.ch/images/Tierwelt.png&quot; alt=&quot;Tierwelt&quot; style=&quot;border:  none;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</summary>
		<content type="html">&lt;div&gt;&lt;img src=&quot;https://perle-bernerhoehe.ch/images/erwin.jpg&quot; style=&quot;padding-right: 1em; padding-bottom: 1em; border: none; float: left;&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;
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&amp;nbsp;&lt;br style=&quot;clear: both;&quot;&gt;
&amp;nbsp;
&lt;h1&gt;Der Perlenretter&lt;/h1&gt;

&lt;p&gt;Erwin Hammer geht voran über die wilde Weide. Das Gras ist hoch, der Boden abschüssig und gespickt mit Steinen, die an den Felssturz von 1806 erinnern. «Da, Sommervögel.» Hammer zeigt auf einen wuchernden Blumenbüschel, um den zwei weisse Schmetterlinge gaukeln. Fast kindlich erscheint die Freude im Gesicht des 67-Jährigen beim Anblick seiner «Perle», der Bernerhöhe zwischen Goldau und dem Lauerzersee im Kanton Schwyz.&lt;/p&gt;
&amp;nbsp;
&lt;p&gt;Hammer zeigt nach unten, auf den kleinen, schilfbewachsenen Tümpel. «Alles weg», sagter immer wieder. All das wäre weg ohne ihn. Auf der Bernerhöhe war eine Deponie geplant, vor über zehn Jahren war das. Ohne seinen Einspruch, ohne seinen Kampf wäre die Landschaft heute so topfeben wie die Nachbarfelder, würde kein Klotz mehr hier herumliegen, um des Felssturzes zu gedenken, der damals die ganze Gegend verwüstet hatte. «Allesweg.» Hammer schüttelt den Kopf. «Da konnte ich nicht einfach zuschauen.»&lt;/p&gt;
&amp;nbsp;
&lt;h3&gt;Das Wäldchen war entscheidend&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Ganz oben steht ein Wäldchen. Eigentlicheher ein Baumgrüppchen, aber offiziell doch als Wald deklariert. Und dieser Wald war es, der die Bernerhöhe letztlich rettete. Im Bauvorhaben stand nämlich nichts von diesem Wald, der – «einfach weg» – gerodet worden wäre, um der Deponie Platz zu machen. Dagegen erhob Hammer Einspruch. Erst ganz allein, später sammelte er Geld und rund 2500 Unterschriften gegen das Bauvorhaben. Blieb hartnäckig. Viele Jahre lang. «Die dachten, der Hammer hört dann schon auf», sagter heute. Stolz, nicht bitter. Denn der Hammer, der hörte nicht auf. Verklagte den ganzen Gemeinderat, um Zeit zu gewinnen. Pochte auf sein Recht, dass der Wald nicht gerodet werden dürfe. Und bekam es. Es wird keine Deponie auf der Bernerhöhe geben. Im Wäldchen oben steht der grösste Felsblock, ein Zehn-Meter-Trumm. Darauf wächst Moos, Efeu, sogar ein Baum hat es geschafft, irgendwie seine Wurzeln auf ihm zu schlagen. Und auf den Riesenklotz ist – wie auch immer– ein zweiter, kleinerer Felsblock zu liegen gekommen, in einer zweihundertjährigen, aber fragilen Balance.&lt;/p&gt;
&amp;nbsp;
&lt;h3&gt;«Immer, wenn ich Gefühlsschwankungen habe, denke ich an das Rotkehlchen.»&lt;/h3&gt;
&amp;nbsp;
&lt;img src=&quot;https://perle-bernerhoehe.ch/images/tw1834_018_dp.jpg&quot; style=&quot;width: 100%; height: auto;&quot; alt=&quot;Beinahe winzig wirkt Erwin Hammer inmitten der Bernerhöhe, seiner «Perle», die er im Alleingang vor der Zerstörung rettete.&quot; align=&quot;left&quot; /&gt;
&amp;nbsp;
&lt;p&gt;Hier oben ist Hammers Lieblingsplatz. «Jetzt darf ich ernten», sagt er, und meint das im übertragenen Sinn: Jetzt kann er seine Perle geniessen. Hoch oben steht er, in Khakishorts und Karohemd, schaut durch das lichte Geäst nach oben, von wo die Sonne seinen dünnen, fast weissen Haarschopf durchsichtig färbt. Winzig wirkt er jetzt auf dem Trumm, und doch ist ihm anzusehen, dass er «erntet». &lt;/p&gt;
&amp;nbsp;
&lt;p&gt;Erwin Hammer trägt sein Herz auf der Zunge. Er redet viel, offenbart nach und nach, wie er es sich zu seiner Mission gemacht hat, die Bernerhöhe vor einer Verbauung zu bewahren. Wie er die Natur allmählich zu seiner Religion gemacht hat. Aufgewachsen ist er im Aargau, auf einem kleinen Bauernhof. «Mein Vater trug immer Sorge zu allem, pflegte den Hof und die Kühe gut.» Doch die paar Kühe und Hühner haben damals nicht ganz ausgereicht, um die Familie durchzubringen, der Vater musste zusätzlich arbeiten gehen. Hammers Bruder machte später die Landwirtschaftliche Schule, von ihm, dem Jüngsten, hiess es: «Der Erwin hat sowieso nicht gern Tiere.»&lt;/p&gt; 
&amp;nbsp;
&lt;p&gt;Hammer wurde Schlosser und Monteur, zog aber bald los und verbrachte zwei Jahre in Südafrika. Dort hat ihn die Apartheid tief getroffen, auf der Rückfahrt nordwärts querdurch den Kontinent hat es ihm die Natur angetan. «Wir haben Abende lang einfach nur gelauscht und kein Wort geredet», erinnert sich Hammer. Er erzählt von Dörfern im Sudan, von den Menschen dort und ihrem Leben. «Diese Einfachheit hat mich bis heute geprägt.» Nach seiner Rückkehr aus Afrika machte sich Hammer bald selbstständig – einzelne Aufträge als Handwerker nimmt er auch heute noch an, er lässt es aber ruhiger angehen. Zeit zum Ernten eben.&lt;/p&gt;
&amp;nbsp;
&lt;h3&gt;Ein kleiner Vogel als Prophet&lt;/h3&gt;
&amp;nbsp;
&lt;p&gt;Wer heute noch behauptete, Erwin Hammer möge keine Tiere, er würde ausgelacht. «Da,die Geisslein», zeigt er auf dem Rückweg vom Wäldchen. Ziegen grasen gerade auf der eingezäunten Weide. Er öffnet das Gatter und spaziert durch seinen Garten. Zucchetti und Gurken wuchern übers Hochbeet hinaus, das Gemüse gedeiht prächtig. Die Bernerhöhe ist Hammers Vorgarten.&lt;/p&gt; 
&amp;nbsp;
&lt;p&gt;Das Haus, das Hammer heute sein Eigen nennt, war lange das Objekt seiner Begierde. Nach der Trennung von seiner Ehefrau hauste er in einer winzigen Wohnung und fuhr jeden Tag an der Bernerhöhe vorbei. Schon da hatte es ihm die Perle angetan. Fünf Jahrelang hielt er es aus, dann kündigte er die Wohnung ins Blaue hinaus und schaute sich im Internet nach etwas Neuem um – prompt war das Haus zum Verkauf ausgeschrieben. Ergriff zu, obwohl er wusste, dass dort gebaut werden sollte. «Ursprünglich sollte die Deponie nur ganz unten entstehen», sagt er. Erst als er erfuhr, dass die ganze Wiese aufgeschüttet werden sollte, entschied er sich, dagegen vorzugehen.&lt;/p&gt; 
&amp;nbsp;
&lt;p&gt;Den Ausschlag, mit seinem Anliegen an die Öffentlichkeit zu gehen, gab ein Vogel. «Ein Rotkehlchen hat sich in meine Wohnung verflogen», erzählt Hammer. «Ich wollte es nehmen, da flog es mir direkt in die Hände.» Mit grossen Kulleraugen schaute der Vogel Hammer an, mit den Krallen scharrte er in seinen Handflächen. «Ich sehe das heute noch vor mir.» Er fragte sich damals: «Erwin, was will mir das sagen?» Die Antwort gab er sich selbst: «Hab Vertrauen.»&lt;/p&gt;
&amp;nbsp;
&lt;p&gt;So ging er raus, kämpfte mit allen Mitteln für seine Bernerhöhe. Für die Natur, seine neue Religion. Inzwischen ist Hammer Quasi-Vegetarier. Ausnahmen mache er schon, aber: «Fleisch essen stimmt für mich einfach nicht mehr. Ich will Sorge zu den Tieren haben.» Und noch heute denkt er oft an seinen Propheten, das Rotkehlchen. «Immer, wenn ich Gefühlsschwankungen habe, denke ich daran zurück.»&lt;/p&gt;
&amp;nbsp;
&lt;h3&gt;Die Gemeinde lässt sich Zeit&lt;/h3&gt;
&amp;nbsp;
&lt;p&gt;Hammer führt um das Haus herum. Eine Steintreppe führt zur Terrasse, ein Gartenschlauch wird von der eigenen Quelle gespiesen. Heute spuckt er nur, Wasser ist grad knapp. Ein Betonrohbau soll mal als Kleintierstall dienen. Im Moment päppelt er darin zwei Igel auf. «Die kommen von der Auffangstation», sagt er. «Noch ein paar Tage, dann lasse ich sie laufen.» Nebenan hat er wilden Fenchel für die Schwalbenschwänze gepflanzt, ein Strauch zieht schwarmweise Wildbienen an.&lt;/p&gt;
&amp;nbsp;
&lt;p&gt;Nur die Hausfassade trübt Hammers Naturidyll. Abgeblättert ist sie stellenweise, sogar nicht passend zum sonst so gepflegten Haus des Handwerkers. «Ich warte auf die Baubewilligung», sagt Hammer. «Die Gemeinde lässt sich natürlich jetzt Zeit.» Er sagt es ohne Ärger. Damit muss er nun wohl leben.&lt;/p&gt;
&amp;nbsp;
&lt;hr&gt;
&lt;p&gt;
Für das Interesse und den Bericht möchte ich mich ganz herzlich bei Matthias Gräub, Adrian Baer und der Tierwelt bedanken. &lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.tierwelt.ch/&quot;&gt;Die Tierwelt lässt sich im übrigen auch abonnieren.&lt;br /&gt;&lt;img src=&quot;https://perle-bernerhoehe.ch/images/Tierwelt.png&quot; alt=&quot;Tierwelt&quot; style=&quot;border:  none;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</content>
		<category term="News" />
	</entry>
	<entry>
		<title>Prix Courage Nominierung</title>
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		<published>2017-10-15T07:35:47+00:00</published>
		<updated>2017-10-15T07:35:47+00:00</updated>
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		<author>
			<name>Administrator</name>
			<email>anderenbenutzer@gmail.com</email>
		</author>
		<summary type="html">&lt;h2&gt;Prix Courage Nominierung&lt;/h2&gt;

&lt;img src=&quot;https://perle-bernerhoehe.ch/images/prix-courage-sieber.jpg&quot; alt=&quot;Prix Courage&quot; style=&quot;width: 100%; height: auto;&quot; /&gt;
&lt;small&gt;Prix Courage 2017: Der Gewinner des Sonderpreises, Pfarrer Sieber, und die acht Kandidatinnen und Kandidaten. Bild: Christian Schnur, Joseph Khakshouri&lt;/small&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Einst galt Tapferkeit als einer der höchsten menschlichen Werte. Als Kardinaltugend, wie Aristoteles meinte. Heute nennen wir diese Tugend Zivilcourage, doch der Begriff wirkt wie aus der Zeit gefallen. Er begegnet einem kaum noch. Vielleicht auch deshalb nicht, weil sich damit kaum etwas kaufen oder verkaufen lässt. Selbst beim Beobachter verkauft sich die Ausgabe mit den Helden des Alltags weniger gut als fast jeder andere Titel, ob dieser nun einen Missstand anprangert oder konkrete Lebenshilfe verspricht.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Wir sind konditioniert darauf, alles, was geschieht, zunehmend nur noch danach zu bewerten, was es uns direkt an Nutzen bringen kann. Aber Zivilcourage, das Einstehen für ein höheres Ziel als den eigenen Vorteil, ist nichts, was man sich nur überzieht, wenn es gerade Mode ist. Zivilcourage ist eine Haltung, genauso wie der Einsatz dafür.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;h3&gt;Aussergewöhnliche Menschen&lt;/h3&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Deshalb setzen wir auch heute, mit den Nominationen für den 20. Prix Courage des Beobachters, ein Zeichen dafür. Und wir tun das gleich doppelt: indem wir acht Menschen vorstellen, deren uneigennützigen Mut wir als vorbildlich erachten, und indem wir Ihnen einen aussergewöhnlichen Mann vorstellen, den wir mit einem Spezialpreis für sein Lebenswerk würdigen wollen.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.beobachter.ch/prix-courage/prix-courage-2017-das-sind-die-kandidaten-jetzt-abstimmen&quot;&gt;Lesen Sie, was die acht Nominierten geleistet haben&lt;/a&gt;, um anderen zu helfen oder um wichtige Werte hochzuhalten, und geben Sie Ihre Stimme ab für die Tat, die Sie am meisten beeindruckt hat.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Alle sind sie Helden, doch einer steht für uns ein Leben lang. Es ist ein Mann, dessen Einsatz für andere uns derart lange bekannt ist, dass wir ihn für so selbstverständlich nehmen wie die Institution, die er verkörpert: Pfarrer Ernst Sieber. Dieser Mann lebt Zivilcourage seit vielen Jahren, Tag für Tag. Die Redaktion des Beobachters hat deshalb entschieden, dem Zürcher Sozialkämpfer &lt;a href=&quot;https://www.beobachter.ch/prix-courage/prix-courage-lifetime-award-ernst-sieber-der-gute-hirte-von-zurich&quot;&gt;eine spezielle Prix-Courage-Auszeichnung für sein Lebenswerk zu verleihen.&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;h3&gt;Couragiert ist auch seine Konsequenz&lt;/h3&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Denn es ist nicht eine einzelne starke Tat, die Pfarrer Ernst Sieber herausragen lässt, weil er den Mut und die Aufrichtigkeit hat, in einem entscheidenden Moment das Richtige zu tun. Couragiert ist vielmehr die Konsequenz, mit der er, stets unterstützt von seiner Frau Sonja, sein Leben, seine ganze Arbeit in den Dienst für andere stellte.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Pfarrer Ernst Sieber ist mit seinem Durchhaltewillen im Einsatz für die Schwächeren in unserer Gesellschaft ein Vorbild für Zivilcourage.
Der Preis soll ihm am 17. November an einem festlichen Anlass in Zürich überreicht werden. An diesem Tag wird die Jury unter der Leitung von Ständerätin Pascale Bruderer auch bekannt geben, wen unsere Leserinnen und Leser sowie die Jurymitglieder mit dem Prix Courage 2017 würdigen wollen. Dafür ist auch Ihre Stimme gefragt. Herzlichen Dank im Voraus.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Erschienen im&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.beobachter.ch/prix-courage/prix-courage-pfarrer-sieber-lebt-zivilcourage-tag-fur-tag&quot;&gt;Beobachter, 2017&lt;/a&gt;



</summary>
		<content type="html">&lt;h2&gt;Prix Courage Nominierung&lt;/h2&gt;

&lt;img src=&quot;https://perle-bernerhoehe.ch/images/prix-courage-sieber.jpg&quot; alt=&quot;Prix Courage&quot; style=&quot;width: 100%; height: auto;&quot; /&gt;
&lt;small&gt;Prix Courage 2017: Der Gewinner des Sonderpreises, Pfarrer Sieber, und die acht Kandidatinnen und Kandidaten. Bild: Christian Schnur, Joseph Khakshouri&lt;/small&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Einst galt Tapferkeit als einer der höchsten menschlichen Werte. Als Kardinaltugend, wie Aristoteles meinte. Heute nennen wir diese Tugend Zivilcourage, doch der Begriff wirkt wie aus der Zeit gefallen. Er begegnet einem kaum noch. Vielleicht auch deshalb nicht, weil sich damit kaum etwas kaufen oder verkaufen lässt. Selbst beim Beobachter verkauft sich die Ausgabe mit den Helden des Alltags weniger gut als fast jeder andere Titel, ob dieser nun einen Missstand anprangert oder konkrete Lebenshilfe verspricht.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Wir sind konditioniert darauf, alles, was geschieht, zunehmend nur noch danach zu bewerten, was es uns direkt an Nutzen bringen kann. Aber Zivilcourage, das Einstehen für ein höheres Ziel als den eigenen Vorteil, ist nichts, was man sich nur überzieht, wenn es gerade Mode ist. Zivilcourage ist eine Haltung, genauso wie der Einsatz dafür.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;h3&gt;Aussergewöhnliche Menschen&lt;/h3&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Deshalb setzen wir auch heute, mit den Nominationen für den 20. Prix Courage des Beobachters, ein Zeichen dafür. Und wir tun das gleich doppelt: indem wir acht Menschen vorstellen, deren uneigennützigen Mut wir als vorbildlich erachten, und indem wir Ihnen einen aussergewöhnlichen Mann vorstellen, den wir mit einem Spezialpreis für sein Lebenswerk würdigen wollen.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.beobachter.ch/prix-courage/prix-courage-2017-das-sind-die-kandidaten-jetzt-abstimmen&quot;&gt;Lesen Sie, was die acht Nominierten geleistet haben&lt;/a&gt;, um anderen zu helfen oder um wichtige Werte hochzuhalten, und geben Sie Ihre Stimme ab für die Tat, die Sie am meisten beeindruckt hat.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Alle sind sie Helden, doch einer steht für uns ein Leben lang. Es ist ein Mann, dessen Einsatz für andere uns derart lange bekannt ist, dass wir ihn für so selbstverständlich nehmen wie die Institution, die er verkörpert: Pfarrer Ernst Sieber. Dieser Mann lebt Zivilcourage seit vielen Jahren, Tag für Tag. Die Redaktion des Beobachters hat deshalb entschieden, dem Zürcher Sozialkämpfer &lt;a href=&quot;https://www.beobachter.ch/prix-courage/prix-courage-lifetime-award-ernst-sieber-der-gute-hirte-von-zurich&quot;&gt;eine spezielle Prix-Courage-Auszeichnung für sein Lebenswerk zu verleihen.&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;h3&gt;Couragiert ist auch seine Konsequenz&lt;/h3&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Denn es ist nicht eine einzelne starke Tat, die Pfarrer Ernst Sieber herausragen lässt, weil er den Mut und die Aufrichtigkeit hat, in einem entscheidenden Moment das Richtige zu tun. Couragiert ist vielmehr die Konsequenz, mit der er, stets unterstützt von seiner Frau Sonja, sein Leben, seine ganze Arbeit in den Dienst für andere stellte.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Pfarrer Ernst Sieber ist mit seinem Durchhaltewillen im Einsatz für die Schwächeren in unserer Gesellschaft ein Vorbild für Zivilcourage.
Der Preis soll ihm am 17. November an einem festlichen Anlass in Zürich überreicht werden. An diesem Tag wird die Jury unter der Leitung von Ständerätin Pascale Bruderer auch bekannt geben, wen unsere Leserinnen und Leser sowie die Jurymitglieder mit dem Prix Courage 2017 würdigen wollen. Dafür ist auch Ihre Stimme gefragt. Herzlichen Dank im Voraus.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Erschienen im&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.beobachter.ch/prix-courage/prix-courage-pfarrer-sieber-lebt-zivilcourage-tag-fur-tag&quot;&gt;Beobachter, 2017&lt;/a&gt;



</content>
		<category term="News" />
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	<entry>
		<title>Ein Baum voller Tiere auf der Bernerhöhe</title>
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		<published>2017-06-08T14:45:00+00:00</published>
		<updated>2017-06-08T14:45:00+00:00</updated>
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			<email>anderenbenutzer@gmail.com</email>
		</author>
		<summary type="html">&lt;h1&gt;Ein Baum voller Tiere auf der Bernerhöhe&lt;/h1&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;https://perle-bernerhoehe.ch/images/Schnitzereien.jpg&quot; alt=&quot;Schnitzereien&quot; style=&quot;width: 100%; heihgt: auto;&quot; /&gt;
&lt;small&gt;Eulen, Spechte und ein Eichhörnchen: Die ehemalige Zierkirsche des Restaurants Bauernhof in Lauerz wurde zur Skulptur. Bild: Nicole Auf der Maur&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;https://perle-bernerhoehe.ch/images/D7X_1374_large.jpg&quot; alt=&quot;Schnitzereien&quot; style=&quot;width: 100%; heihgt: auto;&quot; /&gt;
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&lt;img src=&quot;https://perle-bernerhoehe.ch/images/D7X_1392_large.jpg&quot; alt=&quot;Schnitzereien&quot; style=&quot;width: 100%; heihgt: auto;&quot; /&gt;
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&lt;img src=&quot;https://perle-bernerhoehe.ch/images/D7X_1616_large.jpg&quot; alt=&quot;Schnitzereien&quot; style=&quot;width: 100%; heihgt: auto;&quot; /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;h3&gt;Die Zierkirsche im Garten des ehemaligen Restaurants Bauernhof erhielt neues «Leben»: Nachdem sie gefällt wurde, wurde sie zur Skulptur.&lt;/h3&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Wegen den Bauarbeiten für den neuen «Bauernhof» in Lauerz musste auch die Zierkirsche in der ehemaligen Gartenbeiz gefällt werden. «Mir hat diese Zierkirsche immer gefallen, wenn ich nach dem Spaziergang mit meinem Hund im Gartenrestaurant eingekehrt bin», sagt Erwin Hammer, der einige Meter oberhalb des Restaurants Bauernhof wohnt.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Er hat den Baum deswegen mit einem Kran und Lastwagen abtransportieren und auf der Bernerhöhe als Skulptur aufleben lassen. Pascal Schönmann aus Alosen hat Waldtiere in die Hauptäste geschnitzt. «Enorm, wie präzis er mit der Motorsäge gearbeitet hat», sagt Hammer.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Den Baum sieht man von der Strasse aus, wenn man von Goldau nach Lauerz fährt. Erwin Hammer hofft nun, dass die Zierkirsche aus Lauerz weiterhin vielen Menschen Freude bereiten kann.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Bote der Urschweiz&lt;br /&gt;
8. Juni 2017&lt;br /&gt;
</summary>
		<content type="html">&lt;h1&gt;Ein Baum voller Tiere auf der Bernerhöhe&lt;/h1&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;https://perle-bernerhoehe.ch/images/Schnitzereien.jpg&quot; alt=&quot;Schnitzereien&quot; style=&quot;width: 100%; heihgt: auto;&quot; /&gt;
&lt;small&gt;Eulen, Spechte und ein Eichhörnchen: Die ehemalige Zierkirsche des Restaurants Bauernhof in Lauerz wurde zur Skulptur. Bild: Nicole Auf der Maur&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;
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&lt;img src=&quot;https://perle-bernerhoehe.ch/images/D7X_1616_large.jpg&quot; alt=&quot;Schnitzereien&quot; style=&quot;width: 100%; heihgt: auto;&quot; /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;h3&gt;Die Zierkirsche im Garten des ehemaligen Restaurants Bauernhof erhielt neues «Leben»: Nachdem sie gefällt wurde, wurde sie zur Skulptur.&lt;/h3&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Wegen den Bauarbeiten für den neuen «Bauernhof» in Lauerz musste auch die Zierkirsche in der ehemaligen Gartenbeiz gefällt werden. «Mir hat diese Zierkirsche immer gefallen, wenn ich nach dem Spaziergang mit meinem Hund im Gartenrestaurant eingekehrt bin», sagt Erwin Hammer, der einige Meter oberhalb des Restaurants Bauernhof wohnt.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Er hat den Baum deswegen mit einem Kran und Lastwagen abtransportieren und auf der Bernerhöhe als Skulptur aufleben lassen. Pascal Schönmann aus Alosen hat Waldtiere in die Hauptäste geschnitzt. «Enorm, wie präzis er mit der Motorsäge gearbeitet hat», sagt Hammer.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Den Baum sieht man von der Strasse aus, wenn man von Goldau nach Lauerz fährt. Erwin Hammer hofft nun, dass die Zierkirsche aus Lauerz weiterhin vielen Menschen Freude bereiten kann.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Bote der Urschweiz&lt;br /&gt;
8. Juni 2017&lt;br /&gt;
</content>
		<category term="News" />
	</entry>
	<entry>
		<title>Vater Courage</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://perle-bernerhoehe.ch/index.php/news/vater-courage"/>
		<published>2017-04-10T14:39:11+00:00</published>
		<updated>2017-04-10T14:39:11+00:00</updated>
		<id>https://perle-bernerhoehe.ch/index.php/news/vater-courage</id>
		<author>
			<name>Administrator</name>
			<email>anderenbenutzer@gmail.com</email>
		</author>
		<summary type="html">&lt;h1&gt;Vater Courage&lt;/h1&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;h2&gt;Zehn Jahre hat ein Anwohner gekämpft, um eine Deponie zu verhindern&lt;/h2&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ein Schwyzer lehnt sich gegen Behörden und eine Baufirma auf, um ein Stück Natur zu retten. Nun gibt ihm das Verwaltungsgericht recht.&lt;/strong&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Es ist ein idyllischer Flecken. Ein kleiner See, mit Steinblöcken durchsetzte Wiesen und Wald. Die Anhöhe zwischen Rigi und Rossberg bietet einen Blick auf den Lauerzersee. Die Landschaft erzählt die Geschichte vom Goldauer Felssturz von 1806, als von der anderen Talseite Gestein bis hier hinauf geschoben wurde, auf die sogenannte Bernerhöhe. Die Betreiber eines Campingplatzes machen sich die Aussicht zunutze, und ein Wanderweg führt durch die Wiesen talwärts. Bauern bewirtschaften das Land.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Auf der Bernerhöhe wohnt Erwin Hammer. Im März 2006 kaufte er ein Haus mit viel Umschwung. Kurz nach dem Einzug musste der gelernte Schlosser gewärtigen, dass neben seinem Grundstück eine Deponie für Aushubmaterial entstehen sollte, auf einer Fläche von zwölf Fussballfeldern. Die Aufschüttungen wurden ungeachtet der charakteristischen Landschaft geplant. Für Hammer war schnell klar, dass er den Eingriff in die Landschaft nicht hinnehmen würde.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Doch die Gemeindeversammlung überwies die nötige Zonenplanund Baureglements-Änderung Ende 2007. Der Weg für das Muotathaler Tief- und Strassenbauunternehmen Schelbert, das die Deponie betreiben wollte, war geebnet. Der Gemeinderat von Arth hiess das Baugesuch der AG im April 2009 gut.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;https://perle-bernerhoehe.ch/images/erwin-hammer.jpg&quot; alt=&quot;Erwin Hammer&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Erwin Hammer vor der Senke, die mit Deponiematerial aufgefüllt worden wäre.&lt;br /&gt;
(Arth, 14. März 2017)
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;h3&gt;Wald vergessen&lt;/h3&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Dass ein Wildtier-Korridor durch das Deponiegelände führt und dass auf dem Areal Waldflächen stehen, liessen lokale und kantonale Behörden ausser acht. Dabei ist für das Roden von Wald eine Bewilligung des Bundesamts für Umwelt (Bafu) vorausgesetzt.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Dies nahm Erwin Hammer nicht hin. «Von meinen Eltern habe ich den Gerechtigkeitssinn mitbekommen», sagt der 65-Jährige. Er zeigt auf die bemoosten Steine, schwärmt, wie im Sommer Schafe und Rinder auf den Wiesen weiden, und schweift mit dem Blick zum Lauerzersee. «Es hat sich gelohnt, so lange dafür zu kämpfen», sagt Hammer. Er hat sich an Gemeindeversammlungen gewehrt, Beschwerde gegen die Baubewilligung beim Regierungsrat erhoben, beim Verwaltungsgericht Anzeige wegen Befangenheit der Arther Gemeinderäte erstattet und Unterschriften gegen die Deponie gesammelt.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;An Hammers Seite traten schliesslich auch das Bafu und die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) auf. Das Bundesamt beschwerte
sich beim Verwaltungsgericht, dass der Wald nicht festgestellt worden war, die ENHK machte geltend, dass ein Naturdenkmal durch eine Deponie gravierend beeinträchtigt würde.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Im Frühling 2012 entschied das Verwaltungsgericht zugunsten Hammers. Aufatmen konnte er aber erst, als die Verwaltungsrichter Ende 2016 – zehn Jahre nach der Orientierung über die Deponie – wieder zum selben Schluss kamen und eine Beschwerde der Schelbert AG abwiesen. Diese sah davon ab, den Entscheid ans Bundesgericht weiterzuziehen.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Lokalpresse bleibt stumm. Hammer verkündete deshalb am 8.März per Inserat im «Boten der Urschweiz», dass keine Deponie auf der Bernerhöhe gebaut wird. Im Dorf habe er sich zwar unbeliebt gemacht und gelte als Querulant. Er habe aber auch Unterstützung erfahren. Etwa von der Tochter, dem Sohn und der Ex-Frau oder 2500 Sympathisanten, die 2010 eine Petition gegen die Deponie unterschrieben hätten. Von einem Gönner habe er zudem
über die Jahre mehrere Zehntausend Franken erhalten, «um die Schweinereien zu beenden».&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;h3&gt;Standort bleibt möglich&lt;/h3&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Schelbert AG hat den Standort trotz der Niederlage vor Gericht noch nicht aufgegeben. Die Behörden und die Richter hätten festgehalten, dass es nach wie vor Spielraum für eine Deponie in diesem Gebiet gebe, sagt ein Vertreter der Firma. «Die Schelbert AG befindet sich weiter auf dem Weg zum Ziel.» Das Bewilligungsverfahren auf der Bernerhöhe sei besonders aufwendig, weil neben Kanton und Gemeinde auch nationale Instanzen beteiligt seien.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Der Vertreter der Firma Schelbert kritisiert, dass ein Vorhaben zur umweltgerechten Ablagerung von unverschmutztem Aushubmaterial, die der Öffentlichkeit diene, aus Einzelinteresse langwierig gestört werden könne: «Besonders stossend ist es, wenn Gegner eines Projekts von einem Tag auf den anderen zu Umweltaktivisten werden, aber nur ihre persönlichen Anliegen als Eigentümer und Anwohner verfolgen.»&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Dass ihm Eigennutz vorgeworfen werde, treffe ihn nicht, sagt Erwin Hammer. Er sei stolz, die wunderbare Landschaft bewahrt zu haben. «Das war offensichtlich meine Bestimmung.»&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andreas Schmid&lt;br /&gt;
NZZ am Sonntag, 2. April 2017

</summary>
		<content type="html">&lt;h1&gt;Vater Courage&lt;/h1&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;h2&gt;Zehn Jahre hat ein Anwohner gekämpft, um eine Deponie zu verhindern&lt;/h2&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ein Schwyzer lehnt sich gegen Behörden und eine Baufirma auf, um ein Stück Natur zu retten. Nun gibt ihm das Verwaltungsgericht recht.&lt;/strong&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Es ist ein idyllischer Flecken. Ein kleiner See, mit Steinblöcken durchsetzte Wiesen und Wald. Die Anhöhe zwischen Rigi und Rossberg bietet einen Blick auf den Lauerzersee. Die Landschaft erzählt die Geschichte vom Goldauer Felssturz von 1806, als von der anderen Talseite Gestein bis hier hinauf geschoben wurde, auf die sogenannte Bernerhöhe. Die Betreiber eines Campingplatzes machen sich die Aussicht zunutze, und ein Wanderweg führt durch die Wiesen talwärts. Bauern bewirtschaften das Land.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Auf der Bernerhöhe wohnt Erwin Hammer. Im März 2006 kaufte er ein Haus mit viel Umschwung. Kurz nach dem Einzug musste der gelernte Schlosser gewärtigen, dass neben seinem Grundstück eine Deponie für Aushubmaterial entstehen sollte, auf einer Fläche von zwölf Fussballfeldern. Die Aufschüttungen wurden ungeachtet der charakteristischen Landschaft geplant. Für Hammer war schnell klar, dass er den Eingriff in die Landschaft nicht hinnehmen würde.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Doch die Gemeindeversammlung überwies die nötige Zonenplanund Baureglements-Änderung Ende 2007. Der Weg für das Muotathaler Tief- und Strassenbauunternehmen Schelbert, das die Deponie betreiben wollte, war geebnet. Der Gemeinderat von Arth hiess das Baugesuch der AG im April 2009 gut.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;https://perle-bernerhoehe.ch/images/erwin-hammer.jpg&quot; alt=&quot;Erwin Hammer&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Erwin Hammer vor der Senke, die mit Deponiematerial aufgefüllt worden wäre.&lt;br /&gt;
(Arth, 14. März 2017)
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;h3&gt;Wald vergessen&lt;/h3&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Dass ein Wildtier-Korridor durch das Deponiegelände führt und dass auf dem Areal Waldflächen stehen, liessen lokale und kantonale Behörden ausser acht. Dabei ist für das Roden von Wald eine Bewilligung des Bundesamts für Umwelt (Bafu) vorausgesetzt.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Dies nahm Erwin Hammer nicht hin. «Von meinen Eltern habe ich den Gerechtigkeitssinn mitbekommen», sagt der 65-Jährige. Er zeigt auf die bemoosten Steine, schwärmt, wie im Sommer Schafe und Rinder auf den Wiesen weiden, und schweift mit dem Blick zum Lauerzersee. «Es hat sich gelohnt, so lange dafür zu kämpfen», sagt Hammer. Er hat sich an Gemeindeversammlungen gewehrt, Beschwerde gegen die Baubewilligung beim Regierungsrat erhoben, beim Verwaltungsgericht Anzeige wegen Befangenheit der Arther Gemeinderäte erstattet und Unterschriften gegen die Deponie gesammelt.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;An Hammers Seite traten schliesslich auch das Bafu und die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) auf. Das Bundesamt beschwerte
sich beim Verwaltungsgericht, dass der Wald nicht festgestellt worden war, die ENHK machte geltend, dass ein Naturdenkmal durch eine Deponie gravierend beeinträchtigt würde.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Im Frühling 2012 entschied das Verwaltungsgericht zugunsten Hammers. Aufatmen konnte er aber erst, als die Verwaltungsrichter Ende 2016 – zehn Jahre nach der Orientierung über die Deponie – wieder zum selben Schluss kamen und eine Beschwerde der Schelbert AG abwiesen. Diese sah davon ab, den Entscheid ans Bundesgericht weiterzuziehen.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Lokalpresse bleibt stumm. Hammer verkündete deshalb am 8.März per Inserat im «Boten der Urschweiz», dass keine Deponie auf der Bernerhöhe gebaut wird. Im Dorf habe er sich zwar unbeliebt gemacht und gelte als Querulant. Er habe aber auch Unterstützung erfahren. Etwa von der Tochter, dem Sohn und der Ex-Frau oder 2500 Sympathisanten, die 2010 eine Petition gegen die Deponie unterschrieben hätten. Von einem Gönner habe er zudem
über die Jahre mehrere Zehntausend Franken erhalten, «um die Schweinereien zu beenden».&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;h3&gt;Standort bleibt möglich&lt;/h3&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Schelbert AG hat den Standort trotz der Niederlage vor Gericht noch nicht aufgegeben. Die Behörden und die Richter hätten festgehalten, dass es nach wie vor Spielraum für eine Deponie in diesem Gebiet gebe, sagt ein Vertreter der Firma. «Die Schelbert AG befindet sich weiter auf dem Weg zum Ziel.» Das Bewilligungsverfahren auf der Bernerhöhe sei besonders aufwendig, weil neben Kanton und Gemeinde auch nationale Instanzen beteiligt seien.&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Der Vertreter der Firma Schelbert kritisiert, dass ein Vorhaben zur umweltgerechten Ablagerung von unverschmutztem Aushubmaterial, die der Öffentlichkeit diene, aus Einzelinteresse langwierig gestört werden könne: «Besonders stossend ist es, wenn Gegner eines Projekts von einem Tag auf den anderen zu Umweltaktivisten werden, aber nur ihre persönlichen Anliegen als Eigentümer und Anwohner verfolgen.»&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Dass ihm Eigennutz vorgeworfen werde, treffe ihn nicht, sagt Erwin Hammer. Er sei stolz, die wunderbare Landschaft bewahrt zu haben. «Das war offensichtlich meine Bestimmung.»&lt;/p&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andreas Schmid&lt;br /&gt;
NZZ am Sonntag, 2. April 2017

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