Über die Perle Bernerhöhe
Als Perle Bernerhöhe bezeichne ich die Geländekammer Bernerhöhe – einen eigenständigen Naturraum im Kanton Schwyz.
Die Bernerhöhe liegt in einer weitgehend intakten Landschaft zwischen dem Lauerzersee und dem Zugersee, im Einflussbereich von Rigi und Rossberg. Die offene Wiesenlandschaft, die ruhige Lage und die markanten geologischen Spuren verleihen der Geländekammer ihren besonderen Charakter.
Geprägt durch den Bergsturz von 1806
Die heutige Landschaft ist wesentlich durch den Bergsturz vom 2. September 1806 geformt worden. An der Südflanke des Rossbergs lösten sich rund 40 Millionen Kubikmeter Nagelfluhgestein und stürzten ins Tal.
Der Bergsturz verschüttete eine Fläche von rund 6,5 Quadratkilometern. Betroffen waren die Dörfer Goldau und Röthen sowie Teile von Buosingen und Lauerz. 457 Menschen kamen ums Leben. Zahlreiche Wohnhäuser, Ställe und Scheunen sowie zwei Kirchen und zwei Kapellen wurden zerstört.
Dieses Ereignis gilt als der folgenschwerste dokumentierte Bergsturz in der Schweiz und hat das Landschaftsbild der Region nachhaltig verändert.
Sichtbare Zeugen der Naturgewalt
Bis heute sind die Spuren des Bergsturzes deutlich erkennbar. In der Geländekammer Bernerhöhe liegen zahlreiche Nagelfluhblöcke – teils mächtige Gesteinsbrocken – scheinbar zufällig in den Wiesen verstreut.
Diese Blöcke sind keine zufälligen Felsstücke, sondern Relikte des Bergsturzes von 1806. Sie prägen das charakteristische Erscheinungsbild der Bernerhöhe und machen die geologische Geschichte der Region unmittelbar sichtbar.
Diese Webseite versteht sich als Beitrag zur Dokumentation und zum Schutz der landschaftlichen Besonderheiten der Geländekammer Bernerhöhe.
Dokumentation der geschützten Naturdenkmäler, PDF



